Die Häuser der Franziskaner

Fulda

Franziskanerkloster, Gästehaus

Geschichte

Aus seiner Geschichte

Kloster Frauenberg von den Fuldaauen betrachtet.
Kloster Frauenberg von den Fuldaauen betrachtet.

Bonifatius zog sich nach seinen Missionsreisen gern auf den Frauenberg zurück und ließ hier eine kleine Kapelle bauen. Abt Ratgar errichtete auf dem Berg Kirche und Kloster und weihte sie 809 der Mutter Gottes. Im Gedenken an Bonifatius hieß der Berg bis ins 13. Jahrhundert Bischofsberg und erhielt danach erst den Namen „Berg Unserer Lieben Frau“, im Volksmund „Frauenberg“.

Schon elf Jahre nach dem Tod des hl. Franziskus kamen die Franziskaner 1237 nach Fulda, bauten 1246 mitten in der Stadt Kirche und Kloster und bewohnten sie über 300 Jahre. In den Wirren der Reformation verließen die „Barfüßer“, wie sie volkstümlich hießen, um 1550 ihr Kloster.

Mitten im Dreißigjährigen Krieg rief der Fürstabt der Fuldaer Benediktinerabtei 1620 die Franziskaner nach Fulda zurück, aber nicht in ihr altes Kloster; denn dort hatten sich zwischenzeitlich die Jesuiten häuslich eingerichtet, sondern am Severiberg. 1623 zogen die Brüder auf den Frauenberg um.

Der Frauenberg, wie wir ihn kennen, entstand in den Jahren nach dem verheerenden Brand von 1757, dem Kirche und Kloster zum Opfer fielen. Der Wiederaufbau fiel in die schlimme Zeit des Siebenjährigen Krieges. So konnte das Hochstift als eigentlicher Bauherr nur das Bauholz beisteuern, die Baukosten von 30.00 Gulden verblieben den Franziskanern. Glücklicherweise kamen mit dem Baumeister, den Künstlern und Handwerkern fast alle Fachleute aus den Reihen der Franziskaner.

Durch seine gute Erreichbarkeit aus ganz Deutschland ist der Frauenberg in Fulda heute ein gerne genutztes Tagungskloster. Für Provinzkommissionen, Besprechungen, Feiern und Jubiläen wird der Frauenberg mit seinen großen Räumen und vielen Zimmern gerne genutzt. In den vergangenen Jahren fanden umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen statt. Die Kirche auf dem Frauenberg wird von vielen Betern und Gottesdienstbesuchern aufgesucht, Menschen kommen auch zur Beichte und zu seelsorglichen Gesprächen.

Die hier lebenden Brüder finden ihre Arbeit in der Seelsorge, in handwerklichen Berufen, als Krankenhausseelsorger, in der Exerzitienarbeit und Erwachsenenbildung und in der Begleitung der Franziskanischen Gemeinschaft. Ferner bietet der Frauenberg die Möglichkeit zum „Kloster auf Zeit“. Auf dem Frauenberg befindet sich eine Kranken- und Altenstation für die pflegebedürftigen Brüder der Ordensprovinz.

Zu den Schwerpunkten unserer Arbeit auf dem Frauenberg zählt die Beicht- und Gesprächsseelsorge. Wir glauben hier einen wichtigen Dienst für die gesamte Region anzubieten.

Mehr als zehntausend Menschen finden jährlich den Weg zu uns, um das Sakrament der Versöhnung zu empfangen und/oder im Gespräch Rat und Hilfe für den eigenen Glaubens- und Lebensweg zu suchen. Daraus ergibt sich bisweilen die geistliche Begleitung für eine kurze oder längere Zeit.

 

Brüder

Die Brüder

In der Gemeinschaft leben die Brüder Claudius Groß, Gerhard Busche, Adalbert Kremer, Max Rademacher, Christoph Kreitmeir, Othmar Brüggemann, Florian Reith, Thomas Kreher und Anselm Kalbert.

Fulda- Hedwigstift: Hier leben die Brüder Petrus Espe und Bardo Geßner,

Fulda- Theresienheim (Seniorenkommunität; Filialhaus des Frauenbergs): In dieser Gemeinschaft leben die Brüder
Hildebrand Rutschmann, Damasus Molz, Oswin Schirpke, Waltram Winkler, Dietrich Deck, Salvator Gruber, Sigfrid Klöckner, Kunold König, Eugen Wetzel, Richard Brühl und Georg Schunder.

Brüderportraits

Erfahren Sie mehr über einzelne Brüder, ihr Leben und ihre Tätigkeit auf dem Frauenberg

Bruder Adalbert

Bruder Anselm bei der Apfelernte.
Bruder Adalbert bei der Apfelernte.

Auf seinen eigenen Wunsch hin darf P. Adalbert nach mehr als 30 Jahren den pasto-ralen Dienst im Antoniusheim an Br. Othmar weitergeben. Das heißt nicht, dass sich der rüstige Rentner nun aufs Altenteil zurückzieht. Nach wie vor hält er regelmäßig im Mutterhaus und in den Altenheimen der Vinzentinerinnen Vorträge und spendet das Sakrament der Versöhnung. Seit vielen Jahren begleitet er Erwachsene zur Taufe und versieht auch weiterhin diesen Dienst. Zudem bringt er sich nun stärker auf dem Frauenberg selber ein und teilt mit seinen Brüdern die pastoralen Aufgaben. Die neu gewonnene Zeit nützt der Hobbypomologe und Weinexperte für die Pflege der Obstbäume sowie der Rebstöcke.

Bruder Florian

Bruder Florian empfängt die Gäste an der Klosterpforte.
Bruder Florian empfängt die Gäste an der Klosterpforte.

Vom heiligen Franziskus stammt das Wort, die Welt sei unser Kloster. Das erfährt der Pförtner des Frauenbergs, Br. Florian, in besonderer Weise. Er öffnet das Haus für Klosterbesucher, Tagungsgäste, Pilger sowie Brüder und Schwestern von der Landstraße und bietet ihnen von der Ausgabe der Zimmerschlüssel, über Klosterführungen, leibliche Stärkung und geistlichen Zuspruch vielerlei Dienste an.

In seiner Freizeit durchquert er mit dem Fahrrad seine Rhöner Heimat und testet alljährlich seine Fitness beim Radmarathon durch die Rhön.

Bruder Gerhard

Bruder Gerhard bereitet in seiner Schneiderei den Zuschnitt für ein neues Ordensgewand. (Habit genannt)
Bruder Gerhard bereitet in seiner Schneiderei den Zuschnitt für ein neues Ordensgewand. (Habit genannt)

Nach klösterlichem Sprachgebrauch fungiert der Vikar – der Stellvertreter des Guardians – als Mutter des Hauses. Br. Gerhard nimmt diese Aufgabe auf dem Frauenberg wahr. Ihm obliegt ferner die Verantwortung für das Pflegepersonal in der Kranken- und Altenstation. Sein Kerngeschäft sieht er freilich in der Schneiderei, wo der vielfach preisgekrönte Maßschneidermeister die Ordenskleider für die gesamte Ordensprovinz und über sie hinaus anfertigt und dazu beiträgt, dass sich seine Brüder nach außen hin in ansprechender Weise präsentieren können. Neben der Pflicht findet er noch Zeit für die Kür: seinen Mini-Zoo samt Alternativ-Garten. 

Bruder Max

Bruder Max ist der Leiter des Gästehauses.
Bruder Max ist der Leiter des Gästehauses.

P. Max leitet das Gästehaus mit seinen zahlreichen Angeboten, von denen er einen guten Teil selber bestreitet, wie es das Jahresprogramm ausweist.

Darüber hinaus nimmt er mit mehreren Exerzitienkursen und Gemeindemissionen im Jahr zahlreiche Aufgaben außerhalb des Frauenberges wahr. Soweit es sein gefüllter Terminkalender zulässt, bringt er sich auch in die pastoralen Dienste des Frauenberges ein.

Bruder Othmar

Bruder Othmar empfängt die Sternsinger auf dem Frauenberg.
Bruder Othmar empfängt die Sternsinger auf dem Frauenberg.

Als Nachfolger von P. Adalbert findet Br. Othmar im Antoniusheim ein vielfältiges Arbeitsfeld. Zu den traditionellen Seelsorgeaufgaben kommen neue Herausforderungen: Der Themenkomplex Inklusion beansprucht eine intensive Beratungs- und Vermittlungstätigkeit bis in die Pfarrgemeinden hinein. Immer mehr Bewohner und Mitarbeiter ohne christliche Erfahrung bedürfen der Hinführung zum Glauben. Ferner soll die junge Ordensgemeinschaft indischer Schwestern nötige Hilfen erfahren, um hier in Fulda heimisch zu werden. All diese Aufgaben bedeuten für den neuen Seelsorger einen hohen Aufwand an individueller Begleitung, die er mit Freude und Engagement angeht.

Bruder Thomas

Bruder Thomas bereitet in der Sakristei der Klosterkirche die Gewänder für die Messe vor.
Bruder Thomas bereitet in der Sakristei der Klosterkirche die Gewänder für die Messe vor.

Br. Thomas kommt vom Wallfahrtsort Neviges zu uns und komplettiert die Bruderschaft. Er sorgt sich in seiner Hauptaufgabe als Küster um alle Belange der Kirche.

Sein Auge entdeckt darüber hinaus weitere Aufgaben innerhalb und außerhalb des großen Hauses und packt sie an. Auch Br. Anselm wird gewiss seine Mithilfe im Garten dankbar begrüßen. So freut sich der Konvent über den Zuwachs, der sich auf vielen Feldern einbringt.

Die Dienste der Brüder

Die Franziskaner auf dem Frauenberg mühen sich, ihre franziskanische Berufung in Gebet und Gemeinschaft sowie in seelsorglichen Diensten, in handwerklichen Berufen und in der Verwaltung zu leben.

Einen Schwerpunkt der pastoralen Arbeit sehen die Brüder in der Spendung des Bußsakramentes. Der Frauenberg gilt als Beichtzentrum für die Region. Neben der Beichtkapelle stehen Gesprächsräume an der Klosterpforte für persönliche Lebensbegleitung, Glaubensberatung und Beichtgespräche zur Verfügung. Exerzitienkurse und theologische Seminare komplettieren die Palette ihrer Angebote. Ferner bietet der Frauenberg Gastfreundschaft für Menschen, die Stille und Einkehr suchen. Viele Beter finden den Weg zur Kirche auf dem Berg. Auch als Ort für Familienfeiern erfreut sich die Kirche großer Beliebtheit. Last not least leisten die Brüder Dienste für die Obdachlosen und Armen.

Neben diesen Diensten im Konvent gehen Brüder Aufgaben außerhalb ihres Klosters nach. Sie arbeiten als Seelsorger im Herz-Jesu-Krankenhaus, im Antoniusheim und bei Schwesterngemeinschaften. Einer steht in einem festen Dienstverhältnis in einer Pfarrei. Drei begleiten mehrmals im Jahr Exerzitienkurse, Einkehrtage, drei die Franziskanische Gemeinschaft und einer Gemeindemissionen.

Sodann bleiben Dienste, die nicht so öffentlichkeitswirksam und doch für eine Gemeinschaft unverzichtbar sind: in der Haus- und Finanzverwaltung, als Pförtner, Sakristan, Hausmeister, Gärtner, Schneider und im Einkauf.

Eine Klostergemeinschaft kennt keine Arbeitslosigkeit. Keiner muss sich nutzlos fühlen, sondern kann sich noch im Rahmen seiner Möglichkeiten auch mit kleinen Diensten betätigen. Die älteren und kranken Brüder bringen ihr Gebet und oft ihr Leiden ein, wenn ihnen Gott die Arbeit aus den Händen genommen hat. Dieser Dienst ist und bleibt eine der tragenden Säulen der Gemeinschaft.

Kloster

Die Klosterkirche

Blick in den Altarraum der Klosterkirche während einer Hochzeit
Blick in den Altarraum der Klosterkirche während einer Hochzeit

Kirche und Kloster auf dem Frauenberg entstanden in der Zeit des Spätbarocks. Glück und Unglück lagen hier eng zusammen. Zum Unglück des verheerenden Brandes von 1757 kam der glückliche Umstand, dass Brüder aus den eigenen Reihen zur Verfügung standen, die durch Begabung und Fleiß zum Teil als Autodidakten von handwerklicher Tüchtigkeit zu künstlerischer Leistung avancierten. Der Neubau von Kirche und Kloster von 1757 bis 1766 darf als eigene Bauleistung der Franziskaner gesehen werden.

Die Kirche ist geostet und stellt einen einschiffigen Saalbau von ca. 50 m Länge und 16 m Breite mit acht Jochen dar. Die Nordseite steht frei, während sich die Südseite an das Klostergebäude anschließt. Über dem Dach thronen zwei Dachreiter, der größere über der Westfassade und der kleinere über dem Chor. Das Mittelfeld der dreifach gegliederten Westfassade trägt das Franziskanerwappen mit der Jahreszahl 1761.

Die reiche Ausstattung verleiht dem schlichten Raum großen Glanz. Der marmorierte Hochaltar bildet dabei die dominierende Mitte. Über dem Tabernakel thront die Statue „Maria mit dem Kind“. Im mittleren Teil stehen rechts die Figuren des hl. Benedikt und links des hl. Bonifatius als Reverenz an den Stifter des Altares, Fürstabt Heinrich von Bibra. So treten in aller Demut die Franziskanerheiligen Franziskus und Antonius an den Seitenaltären zurück. Die weiteren Altäre sind der Muttergottes sowie den Heiligen Josef, Elisabeth und Thekla geweiht. Weitere Heilige des Ordens flankieren die Wände rechts und links des Kirchenschiffes.

Br. Cornelius Schmitt fungierte als Architekt und Bauleiter auf dem Frauenberg. Auch die Stuckmarmoraltäre zeugen von seiner Kunst. Br. Hyazinth Weigand schuf als Bildhauer neben anderen Werken den Aufbau des Hochaltares samt reich gezierter Bekrönung sowohl des Altares wie der Kanzel. Von Br. Michael Egenolf stammen die drei großen Statuen der Kirchenfassade mit der Maria Immaculata sowie Hrabanus Maurus und Bonifatius und möglicherweise die Pietà innerhalb der Kirche. Zum Künstlerteam zählte auch Br. Wenzeslaus Marx mit den Hauptfiguren der Heiligen Benedikt und Bonifatius am Hochaltar sowie Bonaventura und Ludwig von Toulouse an den Chorwänden. Außerdem leisteten ungenannte Brüder unverzichtbare Dienste. Die Bilder in der Kirche stammen größtenteils von dem Fuldaer Hofmaler Johann Andreas Herrlein.

Die Klostergebäude und ihre Sanierung

Der Speiseraum der Brüder wurde im Rahmen der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen neu gestaltet.
Der Speiseraum der Brüder wurde im Rahmen der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen neu gestaltet.

Als ein lang gestreckter Hauptbau verläuft auf der Südseite der Kirche parallel das Konventgebäude, das durch einen West- und Ostflügel mit der Kirche verbunden und nach Osten weitergeführt ist, wo sich rechtwinklig nach Norden der Josefsbau und nach Süden der Fürstenbau anschließen. Im Südflügel befinden sich u. a. das große Refektor mit Stuckdecke und Holztäfelung sowie einer Reihe von Tafelbildern, bis 1875 zwölf von Andreas Herrlein. Der Josefsbau beherbergt die Bibliothek, der Fürstenbau den repräsentativen Fürstensaal.

Nach Sanierungen um 1950 am Dachstuhl und in den Siebziger Jahren im Innenraum der Kirche traten an den Fensterbögen innen und außen Risse zutage, die sich ständig vergrößerten und deren Ursache im Kirchendach vermutet wurden. Eine grundlegende Untersuchung ergab, dass sich der Dachstuhl sowie die Holzkonstruktion des Glockenturmes in erheblichem Maß verschoben hatten. Ferner zeigten sich neben der Kirche auch am Klostergebäude Schäden an den Holzbauteilen durch Fäulnis und Insektenbefall, so dass das Gesamtkonzept einer umfassenden Sanierung unumgänglich schien. In diesem Kontext fasste die Provinzleitung den weit reichenden Entschluss, infolge der abnehmenden Zahl an Brüdern das Konventsgebäude zu teilen und im westlichen Bereich ein geistliches Zentrum mit einem Gästehaus einzurichten und den östlichen Bereich für die Wohnräume der Brüder umzugestalten. Nach Abwägung aller Aspekte und insbesondere nach der Festlegung eines soliden Finanzkonzeptes fiel die Entscheidung für eine Sanierung in vier Bauabschnitten.

Die Bauarbeiten von 1999 bis 2004 begannen in einem ersten Bauabschnitt mit der Sanierung des Kirchendachs und der Außenwände. Im zweiten Bauabschnitt erfolgte im westlichen Teil der Umbau der Pforte mit einer Wärmestube und Sanitärräumen für die Brüder von der Straße; ferner der Einbau von Gästezimmern mit Sanitärzellen in den Obergeschossen und von Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss sowie der Bau eines behindertengerechten Aufzugs und einer Beichtkapelle im Innenhof. Daran schloss sich im dritten Bauabschnitt die Umgestaltung des Ostteils zu Wohnräumen samt Nasszellen für den Konvent an. Den Abschluss markierte die Innenrenovation der Kirche mit der Sanierung der Raumschale und der Altäre.

An den Gesamtkosten von 6,6 Millionen EUR beteiligten sich das Bistum Fulda sowie der Denkmalschutz des Bundes und des Landes Hessen. Die Hälfte verblieb den Franziskanern, wovon dankenswerterweise ein großer Förderkreis mehr als eine Million beisteuerte.

Die Beichtkapelle

Während die Kirche ganz im Stil des Barock durchkonzipiert ist, weist die Beichtkapelle mit ihrer reduzierten Ausstattung hin auf das Wesentliche des Gebetes und der inneren Einkehr.
Während die Kirche ganz im Stil des Barock konzipiert ist, weist die Beichtkapelle mit ihrer reduzierten Ausstattung hin auf das Wesentliche.

Der Beichtdienst zählt zu den wichtigsten pastoralen Aufgaben des Frauenbergs. Darum bestand von Anfang an ein Konsens darüber, im Zuge der Renovierung einen optimalen Ort dafür zu finden. Die bisherige Praxis, den Kreuzgang dafür zu nützen, erwies sich in vielerlei Hinsicht als unzureichend.

Zudem sollte der Kreuzgang wieder an allen vier Seiten begehbar sein. So schälte sich nach vielen Überlegungen die Lösung heraus, die Beichtkapelle als Rundbau zu konzipieren und in den Innenhof des Klosters zu stellen.

Die Innenausstattung mit einem runden Altar und einem Kreuz an der Rückwand stammt von dem Künstler Rudolf Kurz aus Ellwangen/Jagst.

Zwei Beichtzimmer rechts und links bieten die Möglichkeit, das Bußsakrament in herkömmlicher Form oder im Rahmen eines Beichtgesprächs zu empfangen. Zudem lädt der ansprechende Raum zu Gottesdiensten für kleine Gruppen ein.

Der Klostergarten

Auf der Nordseite der Kirche dem Kreuzweg entlang bietet sich dem Besucher die Möglichkeit, von oben einen Blick in den Klostergarten zu werfen. Der Garten stammt wie die gesamte Klosteranlage aus der Zeit des Barock und dient bis heute unserer Ordensgemeinschaft als Nutz- und Ziergarten.

Barocke Grundformen prägen das Gesamtbild. Pflanzenfelder und Blumenrabatten, eingefasst durch Buchsbaumhecken, formieren sich um ein großes Rund mit einer überlebensgroßen Madonnastatue in der Mitte.

Vielfältige Blumen und Stauden setzen farbige Akzente und tragen den ganzen Sommer hindurch zum Schmuck von Kirche und Kloster bei.Die Palette reicht von unscheinbaren Tagetes bis zu mannshohen leuchtenden Sonnenblumen. So lädt der Garten mit seinen Wegen und Bänken zum Spazierengehen und Verweilen als Ort der Ruhe und Erholung ein.

Gebetszeiten

Gottesdienstzeiten

Feier des Stundengebetes in der Beichtkapelle.
Feier des Stundengebetes in der Beichtkapelle.

An Sonn- und Feiertagen

  • 07:30 Laudes (Morgenlob)
  • 09:00 Eucharistiefeier mit Predigt
  • 10:30 Eucharistiefeier mit Predigt
  • 11:50 Sext (Mittagsgebet) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Gesungene Vesper (Abendlob)

An Werktagen

  • 06:45 Laudes (Morgenlob)
  • 07:00 Eucharistiefeier
  • 11:50 Sext (Mittagsgebet) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Vesper (Abendlob) in der Beichtkapelle

Dienstag

  • 06:45 Laudes (Morgenlob) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Vesper (Abendlob) und Eucharistiefeier

Donnerstag

  • 17:45 Eucharistische Anbetung und Gebet um geistliche Berufe in der Beichtkapelle
  • 18:15 Vesper (Abendlob) in der Beichtkapelle

An jedem ersten Freitag im Monat wird der Kreuzweg vom Frauenberg auf den Kalvarienberg gebetet, in der Winterzeit um 15:00, in der Sommerzeit um 17:00

Beicht- und Gesprächsseelsorge

Werktags von 08:00 bis 11:30 Uhr
und von 14:30 bis 17:30 Uhr
(außer am Mittwochnachmittag)

Einrichtungen

Einrichtungen der Deutschen Franziskanerprovinz auf dem Frauenberg in Fulda

Entlang des Kreuzganges gelangt der Besucher in den Gäste- und Konventsbau.
Entlang des Kreuzganges gelangt der Besucher in den Gäste- und Konventsbau.

Die höhere Lebenserwartung und in deren Gefolge eine Zunahme der pflegebedürftigen Brüder überforderte einzelne Konvente und führte zum Beschluss der Provinzleitung, 1972 auf dem Frauenberg eine zentrale Kranken- und Altenstation einzurichten.

Ursprünglich im Erdgeschoss des Fürstenbaus angesiedelt, erfuhr sie 1992 nach modernen pflegerischen Erfordernissen eine völlige Umgestaltung und erhielt mit dem Anbau eines Gemeinschaftsraumes auch nach außen hin ein neues Gesicht. Seit dem Abschluss eines kleinen Pflegevertrages entspricht der Pflegestandard einem öffentlichen Altenheim.

Bis zu zwölf Brüder aus der Ordensprovinz erhielten hier von einem angestellten Fachpersonal ihre angemessene Pflege und verbrachten hier ihren Lebensabend. Sie feierten täglich in einer eigenen Kapelle die Eucharistie und nahmen die Mahlzeiten gemeinsam ein. Soweit die einzelnen Brüder es konnten und wünschten, nahmen sie am Leben der Kommunität teil. Im Rahmen der Neukonzeption des Frauenberges wurde die Krankenstation im Herbst 2016 aufgelöst. Die Pflegebedürftigen Brüder leben seitdem im Theresienheim  in einer Seniorenkommunität, die als Filialhaus an das Kloster Frauenberg angeschlossen ist.

Das Gästehaus

Über den Zugang zum Garten, gelangen die Besucher mit Hilfe dieses Hinweisschildes zum Gästehaus
Über den Zugang zum Garten, gelangen die Besucher mit Hilfe dieses Hinweisschildes zum Gästehaus

Wenn Sie sich eine Auszeit gönnen möchten, um neue Kraft für den Alltag zu schöpfen, wenn Sie einmal heilsame Stille erleben möchten oder auf der Suche nach Impulsen für Ihren persönlichen weiteren Lebensweg sind, dann ist das Gästehaus für Sie da. Schenken Sie sich selbst ein bisschen Zeit, wir begleiten Sie gerne dabei.

Das Gästehaus Kloster Frauenberg, eine Einrichtung der Deutschen Franziskanerprovinz mit Sitz in München, wurde nach einer dreijährigen Umbauphase Ende 2003 eröffnet. Seitdem bietet es attraktive Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten in einem eigenen Trakt des Klosters.

Aktuelles

Tag für Tag Gedanken in einer eiligen Zeit
Pater Christoph vom Kloster Frauenberg bietet einen Online-Adventskalender

Text von Leonie Rehnert. Veröffentlicht in der Fuldaer Zeitung vom 29. November 2016

Bruder Christoph in Fulda. Sein Adventskalender geht auch 2016 wieder online. Bild von Leonie Rehnert, Fuldaer Zeitung
Bruder Christoph in Fulda. Sein Adventskalender geht auch 2016 wieder online. Bild von Leonie Rehnert, Fuldaer Zeitung

Adventskalender gibt es in tausenderlei Aufmachung: mit Schokolade, Bier, Wein und Parfüm, mit Spielzeug, Backrezepten, Witzen und Katzenfotos.
Für jeden etwas dabei – und doch ist es so wenig: Denn Advent, die Zeit der Vorbereitung auf Heiligabend, ist für viele vor allem Hektik und Stress. Insofern kann der Online-Adventskalender von Bruder Christoph ein spiritueller Anker sein. „Jedes Türchen ist eine Tür zu sich selbst“, sagt er.

Aufatmen, loslassen, geduldig sein, die Seele stärken, der inneren Kraft vertrauen. Das sind Themen, die Bruder Christoph in seinem Adventskalender aufgreift, vertieft und wirken lässt. „Viele Menschen haben eine große Sehnsucht nach Erholung, nach Müßiggang und Stille – nach Zeit für sich und Zeit für Gott“, sagt der Franziskaner, dessen Online-Adventskalender nun auch zu hören ist: Diese sogenannten Podcasts dauern acht Minuten – Zeit zum Besinnen, Trösten, Kraftschöpfen.

Die Premiere des Kalenders war bereits 2015 – mit Erfolg: rund 20.000 Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa, aber auch aus den USA und Südafrika bremsten (sich) durch Kreitmeirs Texte. „Ich habe damals jeden Abend gespannt geschaut, wie die Resonanz ist“, sagt er. „Meine Idee hatte riesige Kreise gezogen und mir große Freude gemacht.“
Sein persönlicher Impuls, sich einem spirituellen Adventskalender zu widmen, der den Menschen Seelennahrung geben soll, war gewissermaßen seine eigene Zwangs-Entschleunigung: Bruder Christoph, der 2015 noch im Franziskanerkloster Vierzehnheiligen in Oberfranken lebte, war durch eine schwerwiegende und schmerzhafte Erkrankung „raus aus allem“, wie er es ausdrückt.

In diesen drei Monaten widmete er sich nicht wie ursprünglich geplant seinem Buch „Vom Sinn und Unsinn des Lebens“, sondern konzipierte einen Adventskalender, der vor acht Wochen auch als Buch erschienen ist. „Leben ist, wie man kreativ darauf reagiert“, sagt der 54-Jährige – gleichermaßen pragmatisch und amüsiert.

Fünf Bücher hat der Pater bisher geschrieben. Das sechste, seinerzeit verschobene, wird sicher nachgeholt. Schreiben wird er nämlich auch in Fulda, wo er seit Oktober Mitglied im Konvent des Klosters Frauenberg ist. Es ist seine zehnte Versetzung, „die kleineren mitgezählt“, sagt er und freut sich auf Neues und auf Bewährtes: „Neben der Seelsorge im Kloster und in der Kirche möchte ich wieder Vorträge in der Stadt Fulda und im Umland halten, psycho-spirituelle Beratungsgespräche anbieten und weiter publizistisch tätig sein.“ Dazu gehört auch seine Webseite, die er seit vier Jahren betreibt. Für Bruder Christoph ist es eine moderne Weise, den Menschen nahe zu sein, aber auch ein gutes Hilfsmittel, um selbst ganz leicht andocken zu können: Ganz gleich, an welchen Ort es ihn verschlägt – stets ist ein Teil seiner Gedanken schon da.

 

Kontakt

Kontakt & Anfahrt

Im Sommer erblüht der Garten in einer Fülle an Blumen und Stauden, die auch für die Ausschmückung der Kirche und des Hauses verwendet werden.
Im Sommer erblüht der Garten in einer Fülle an Blumen und Stauden, die auch für die Ausschmückung der Kirche und des Hauses verwendet werden.

Franziskanerkloster

Kloster Frauenberg
Am Frauenberg 1
36039 Fulda

Tel.: 0661 / 10 95-0
Fax: 0661 / 10 95-18

eMail: fulda@franziskaner.de
Web: www.kloster-frauenberg.de

Gästehaus

Am Frauenberg 1
36039 Fulda

Tel.: 0661 / 10 95-45

Herr Münker:

Tel.: 0661 / 10 95-217
Fax: 0661 / 10 95-216

e-Mail: gaestehaus@kloster-frauenberg.de

Web: www.kloster-frauenberg.de

Anfahrt – so erreichen Sie uns

Mit der Bahn: Fulda ist ICE-Bahnhof.

Der Frauenberg liegt ca. 1,5 km vom Bahnhof entfernt.Mit einem kleinen Spaziergang ist das Franziskanerkloster Frauenberg in 20 Minuten zu erreichen.

Mit dem Auto:
Anfahrt aus Richtung Kassel oder Würzburg

A7, Ausfahrt „Fulda Nord“,
dann auf der B27 Richtung Stadtmitte,
weiter in die Leipziger Straße,
nach der Bahnunterführung die zweite Straße (Adalbertstraße; siehe Hinweis Kloster Frauenberg) rechts abbiegen, dann geradeaus den Berg hoch bis zum Kloster.

Anfahrt aus Richtung Frankfurt

B40, B27, Leipziger Straße, Richtung Stadtmitte.
nach der Bahnunterführung die zweite Straße (Adalbertstraße; siehe Hinweis Kloster Frauenberg) rechts abbiegen, dann geradeaus den Berg hoch bis zum Kloster.