28.08.2017

Im Land des Herrn, Heft 3 2017

Franziskanische Zeitschrift für das Heilige Land

Titel der Zeitschrift Im Land des Herrn 3/2017
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Kommen sie mit uns in die Jesreel-Ebene in Galiläa. Dort dominiert der Berg Tabor die Landschaft. Wir besuchen den Ort En-Dor, an dem sich, laut einer biblischen Erzählung, König Saul verbotener Magie bediente.

Der Tabor als Berg der Verklärung Christi steht dabei am Anfang. Wenn man auf dem Tabor steht, öffnet sich nach allen Seiten eine biblische Landschaft. Natürlich denkt man zuerst an Nazareth als Ort der Verkündigung und des verborgenen Lebens Jesu. Von dort geht der Blick hinüber in die Ebene in die Richtung des sogenannten „Kleinen Tabor”, einer Hügelkette, an deren Ausläufern Naim liegt, wo Jesus den Sohn der Witwe zum Leben erweckte. Viele Pilger fragen, wann dieses Heiligtum wieder zu besuchen sei. Die Kustodie des Heiligen Landes war hier nicht untätig: in den vergangenen Jahren wurde die Kirche und ihr Umfeld renoviert und ein neues Klostergebäude geplant, um Pilger wieder in angemessener Weise empfangen zu können. Bei den ersten Bauarbeiten zeigte sich aber schon, dass archäologische Grabungen unerlässlich sind: ein byzantinisches Wohngebiet dehnt sich unter unserem Grundstück aus. Nach den Untersuchungen mussten auch alle Baupläne völlig geändert werden und momentan ist noch nicht absehbar, wann die Arbeiten beginnen können.

Aber nur wenige Kilometer entfernt liegt En-Dor, ein wenig besuchter Ort, der an eine Geschichte des Alten Testamentes erinnert, in der König Saul bei einer „Hexe“ Rat sucht, und sich verbotener Magie und Totenbeschwörung bedient hat. Wird dadurch Sauls Schicksal besiegelt? Ist dies ein archaisches Fragment der Bibel? Ist es eine Auseinandersetzung mit der Nekromantie?

In diesem Jahr begeht die Kirche im Heiligen Land ein besonderes Jubiläum: die Ankunft der ersten Minderbrüder vor 800 Jahren in Akko. Im Oktober wird dieses Jubiläum mit einer Festwoche begangen, zu der auch der Generalminister der Franziskaner erwartet wird. In Artikeln und Ausstellungen bereitet die Kustodie dieses Ereignis vor und auch wir beginnen mit einer geschichtlichen Einordnung dieses Ereignisses.

Was Präsenz der Franziskaner im Vorderen Orient auch heißen kann, verdeutlicht uns ein Blick nach Aleppo in die dortige Franziskanerpfarrei. Zum ersten Mal konnten die Mitbrüder den Kindern des Stadtviertels ein Sommercamp anbieten.

Themen

  • Der Berg Tabor – Ort der Verklärung Jesu?
  • Die „Hexe“ von En-Dor
  • Armenische Keramik in Jerusalem
  • Das Heilige Land vor 800 Jahren zur Zeit der Ankunft der ersten Franziskaner
  • Das Heilige Land heute
  • Sommercamp in Aleppo

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Kommissariat des Heiligen Landes
Pater Werner Mertens
Klosterstraße 17
59457 Werl/Westfalen

eMail: info@heilig-land.de

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