24.03.2017

Auferstehung – Verwandlung ins Leben bringen

Die Zeitschrift der Franziskaner - Frühling 2017

Titel der Zeitschrift Franziskaner, Frühling 2017
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Was kommt nach dem Tod? Glauben Sie an die Auferstehung? Wenn ja, wie stellen Sie sich das vor? Und was sind die Konsequenzen für Ihr Leben?

Ist „Auferstehung“ tatsächlich ein Thema für das alltägliche Leben mit seinen konkreten Herausforderungen? Bezeichnet dieser Begriff überhaupt eine Wirklichkeit? Für viele scheint er eine vage Chiffre aus einer hinterwäldlerischen Theologie ohne aktuelle Relevanz, vielleicht nur ein mythologischer Rest, dessen gründliche Entsorgung das aufgeklärte Denken versäumt hat.

Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ist keine billige Jenseitsvertröstung, die das Diesseits abwertet. Im Gegenteil: Wenn ich von meiner Gegenwart und meinem kurzen Leben letzte Erfüllung verlange, überfordere ich mich heillos. Ein „letztes Gericht“ und ein „ewiges Leben“ relativieren mein Dasein, machen es vorläufig – aber erst in dieser Distanz kann ich es mutig anpacken und gestalten.

Auferstehung jetzt! Das ist keine Wortspielerei: Wer in Beziehung zum Auferstandenen lebt, kann nach Krisen und Niederlagen wieder aufstehen. Er kann sich ehrlich der Wirklichkeit stellen. Er wird andere ermutigen, auf eigenen Beinen zu stehen und sich aus falscher Abhängigkeit und Fremdbestimmung zu befreien. Der Glaube an die Auferstehung lädt ein, den Aufstand zu wagen gegen alles, was Leben bedroht, aufzustehen für Menschen, die diskriminiert werden, Zivilcourage zu zeigen.

Nimmt heute selbst unter Christen der Glaube an eine Wiedergeburt auch deswegen zu, weil er im Alltag Verantwortung verdünnt und damit entlastet? Wer noch ein paar Leben in der Hinterhand hat, muss sich nicht unbedingt so ganz leidenschaftlich für das augenblickliche Dasein engagieren. Christlicher Auferstehungsglaube sagt auch: Du hast nur dieses eine Leben. Und du hast nur diese eine Welt. Darum ist beides einmalig wichtig!

Die theologische Frage nach der Auferstehung hat politische, gesellschaftliche und ganz persönliche Konsequenzen. Sie ist ein Bekenntnis zum Gott des Lebens – jetzt! Darüber nachzudenken, lohnt sich, nicht nur in der Osterzeit.

Weitere Themen

  • Kleines theologisches Wörterbuch: Leib und Seele
  • Franziskanisch leben heute, Die Weggemeinschaft Vierzehnheiligen
  • Franziskaner sein, Pater Hans-Georg und die Freude an der Pastoral
  • Postfaktische Fake-News
  • Kunst und Kultur: Ein Treffen mit Angelo Branduardi
  • Kunst und Kultur: »Laudato si’« – Ein franziskanisches Magnificat

 

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