01.04.2016 Pressemitteilung

Bayerische Franziskanerklöster planen Abspaltung – Update

Die Klöster der ehemaligen Bayerischen Franziskanerprovinz verhandeln mit der Österreichischen Provinz um einen Anschluss

Neuordnung der Franziskanerprovinzen. Skizze: gelb = Bavaria + Austria, grün = Rest Germania
Neuordnung der Franziskanerprovinzen.
Skizze: gelb = Bavaria + Austria, grün = Rest Germania

Update

An einem 1. April sollte man dem Wahrheitsgehalt einer Nachricht immer mit gesunder Skepsis begegnen! Erfreulicherweise bleiben uns daher die bayerischen Klöster in der Deutschen Franziskanerprovinz erhalten.

So Absurd ist die Überlegung des Zusammenschlusses der bayerischen Franziskaner mit den Österreichern aber nicht. Am Anfang der „Nullerjahre“, als die damals vier deutschen Provinzen erste Gespräche geführt haben über eine Vereinigung, war es tatsächlich eine ernst überlegte Option, ob es nicht nur 3 deutsche Provinzen sein werden, und sich die Bayern nicht lieber in einer Südprovinz mit der Austria zusammentun!

Das Bild unten zeigt tatsächlich den Münchner Guardian Bruder Alfons mit dem österreichischen Provinzialminister Oliver in Salzburg. Allerdings nicht bei geheimen Verhandlungen, sondern bei einem brüderlichen Besuch zum Patronatsfest der Austria – dem Gedenktag des heiligen Leopold – zu welchem wir der Austria heute am 2. April recht herzlich gratulieren.

Ursprüngliche Nachricht (Aprilscherz!)

Das Provinzkapitel der Deutschen Franziskanerprovinz, das vom 16. bis 21. Mai in Hofheim tagt, wird sich unter anderem auch mit einem Antrag beschäftigen müssen, der, falls er angenommen wird, weitreichende Konsequenzen für die Franziskaner in Deutschland haben wird. Der Antrag lautet wie folgt:

Der Delegationsleiter und Guardian des Münchner Klosters Pater Alfons Schumacher (links) verhandelt in Salzburg mit Pater Oliver Ruggenthaler ofm, dem Provinzialminister der Österreichischen Provinz, um den Beitritt der Bayerischen Klöster.
Der Delegationsleiter und Guardian des Münchner Klosters Pater Alfons Schumacher (links) verhandelt in Salzburg mit Pater Oliver Ruggenthaler ofm, dem Provinzialminister der Österreichischen Provinz, um den Beitritt der Bayerischen Klöster.

Das Kapitel beschließt, die Vereinigung der vier ehemaligen Franziskanerprovinzen in Deutschland teilweise insofern rückgängig zu machen, als die Konvente der ehemaligen Bayerischen Franziskanerprovinz aus der Deutschen Franziskanerprovinz ausgegliedert und der Österreichischen Franziskanerprovinz zugeordnet werden. Allen Brüdern der Deutschen Franziskanerprovinz wird die Möglichkeit geboten, entweder für die vereinigte Bayerisch-Österreichische Provinz oder für den verbleibenden Rest der Deutschen Franziskanerprovinz zu optieren.

Im Allgemeinen werden die Anträge an das Provinzkapitel nicht vorher veröffentlicht. In diesem Fall geschieht dies ausnahmsweise, um in der Provinz einen Meinungsbildungsprozess auf möglichst breiter Basis in Gang zu setzen.

Hintergrund

Die Deutsche Franziskanerprovinz wurde 2010 gegründet. Damals haben sich die vier Provinzen auf deutschem Boden zusammengeschlossen (Colonia, Saxonia, Turingia und Bavaria).

Nach nun sechs Jahren haben die Klöster der ehemaligen Bayerischen Provinz Bavaria ihre Position innerhalb der Deutschen Provinz neu bewertet. Die Vereinigung mit den Preußen und den Rheinländern wird zunehmend kritisch gesehen.

Da die Bayerische Franziskanerprovinz mittlerweile aber nicht mehr eigenständig bestehen könnte, wird mit der Österreichischen Provinz über eine Aufnahme der Klöster verhandelt.


2 Kommentare zu “Bayerische Franziskanerklöster planen Abspaltung – Update

  1. „Traurig,traurig“ höre ich unseren ehemaligen Chemielehrer Pater Theofried euren „Aprilscherz“ kommentieren – „es sind halt noch Kinder, sie werden sicher durch das reale Leben noch lernen, wo und zu welcher Zeit eine solche Selbstdarstellung unangebracht erscheint“.

    Herzliche Grüße
    Dr. Peter J. Selhorst

  2. Ich würde eher vorschlagen: die österreichische Provinz schließt sich mit der deutschen zur Alpen-Mitteleuropa Provinz zusammen. Möglicher Termin: 1.4.2017. Früher wird’s nicht gehen. Die Österreicher brauchen scho a bissl. Zeit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.