02.09.2020

Bruder Balthasar Meyer verstorben

Am 1. September rief der gütige Gott unseren Mitbruder Balthasar Meyer in sein Friedensreich

Bruder Balthasar Meyer OFM
* 04. Februar 1937 in Kottingwörth † 01. September 2020 in Bad Kötzing.
Archivbild Deutsche Franziskanerprovinz.

Anton Meyer wurde am 4. Februar 1937 in Kottingwörth bei Beilngries als dritter Sohn von Johann und Thekla Meyer geboren. Seine Eltern versorgten dort einen landwirtschaftlichen Betrieb. Von 1943 bis 1951 besuchte er die Volksschule in seinem Heimatdorf und half den Eltern auf dem Bauernhof. Die Franziskaner lernte er kennen, weil ein Bruder aus dem nahen Kloster Berching auf der Kollektur öfter zu Besuch kam. Er bat deshalb schon recht bald selber um Aufnahme in den Orden. Angeregt durch sein Beispiel, folgte ihm wenige Jahre später sein zwei Jahre jüngerer Bruder Johann als Bruder Guntram in die Gemeinschaft der Minderbrüder, er starb bereits 2013.

Anton kam im Januar 1952 als Kandidat zunächst nach Berching und im März 1953 dann nach Neukirchen, wo er jeweils im Garten half. Am 6. März 1955 wurde er in Dietfurt als Gärtnernovize eingekleidet. Dabei bat er um den Ordensnamen Balthasar, aus Verehrung zum Diener Gottes Bruder Balthasar Werner, der aus Dietfurt stammte und dessen Seligsprechungsprozess damals eingeleitet wurde. Nach dem ersten Probejahr im Orden wurde er von 1956 bis 1960 als Gärtner und Sakristan in Eggenfelden eingesetzt. Dort legte er auch am 8. März 1959 seine Ewige Profess ab und band sich damit für immer an die Gemeinschaft der Minderbrüder. Wenig später führte sein Weg im Dienst des Gesamtordens für einige Jahre weg aus der Heimat in die weite Welt: Von 1960 bis 1968 lebte er in Grottaferrata bei Rom. Zum dortigen Studienkolleg St. Bonaventura, das direkt dem Generalminister unterstellt war, gehörte ein landwirtschaftlicher Betrieb, in dem er Dienst tat. Zurückgekehrt nach Bayern, gehörte Bruder Balthasar von 1968 bis 1992 zur Gemeinschaft auf dem Mariahilfberg bei Amberg, wo er auch den Dienst des Pförtners übernahm. Es folgten zwei Jahre ebenfalls als Pförtner in Vierzehnheiligen. Von 1994 bis zur Schließung des Klosters im Juli 2008 war er als Gärtner und Sakristan in Bad Tölz. Dann bat er darum, seinen Lebensabend mit verminderten Kräften in Füssen verbringen zu dürfen. Dort half er, so gut es ging, in der Sakristei, im Garten und im Haus mit.

Die Diagnose einer schweren Krebserkrankung im Frühjahr 2018 bedeutete dann einen tiefen Einschnitt in seinem Leben. An eine Operation in Cham im Bayerischen Wald schlossen sich mehrere Chemo-Therapien an, die nur eine vorübergehende Besserung brachten. In den frühen Morgenstunden des 1. September 2020 wurde er im Krankenhaus in Bad Kötzting von seinem Leiden erlöst und durfte zu seinem Schöpfer zurückkehren. Bruder Balthasar wird in Dietfurt beerdigt, wo er als Novize auch sein Leben als Minderbruder begonnen hatte.

Die Eucharistie für Bruder Balthasar feiern wir am Montag, dem 07. September 2020, um 11:00 Uhr in der Klosterkirche in Dietfurt, anschließend ist die Beerdigung auf dem Klosterfriedhof.


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