01.07.2016

Der Frauenberg in Fulda hat eine Zukunft

Franziskaner unterzeichnen Kooperationsvertrag mit "antonius - Netzwerk Mensch"

Sie öffneten das Tor zu einer gemeinsamen Zukunft für den Frauenberg:
Sie öffneten das Tor zu einer gemeinsamen Zukunft für den Frauenberg: Helmut Lipp von antonius, Dr. Christoph Kind, Provinzialminister Cornelius Bohl, Rainer Gernet, Kerstin Cielanga von antonius, Silke Keller und Lukas Schirmer von antonius. Bilder von Arnulf Müller

„Heute beginnt ein neues Kapitel auf dem Frauenberg in Fulda“, freut sich Provinzialminister Cornelius Bohl. Mit der Unterzeichnung der Verträge ist eine außergewöhnliche Kooperation auf dem Frauenberg in Fulda gestartet worden: Die Franziskaner und „antonius – Netzwerk Mensch“ werden die Klosteranlage künftig gemeinsam nutzen. Bereits im Herbst soll mit den Vorbereitungen begonnen werden.

Die Zusammenarbeit des Ordens mit antonius soll den Frauenberg als Ort der Spiritualität, der Menschlichkeit, der Begegnung, der Bildung, Kultur und der Freude an der Vielfalt des Lebens dauerhaft erhalten.

„Mit der Kooperation machen wir das Tor auf für die Zukunft auf dem Frauenberg“, so Bruder Cornelius. Im Fokus steht dabei, gemeinsam den spirituellen Ort in einen Anlaufpunkt für jüngere Menschen zu erweitern. Konkret bezieht sich das auf die Bereiche Wohnen, Leben und Bildung. Bereits ab Herbst dieses Jahres zieht die erste Wohngemeinschaft von antonius zu den Franziskanern auf den Frauenberg.

Ebenso geplant ist für kommenden Sommer die Eröffnung eines Klostercafés mit Blick auf die Stadt. Und auch Projekte aus dem Bereich Jugendbildung werden am Frauenberg ihren Platz finden.

Die bisherige Krankenstation der Franziskaner wird in den nächsten zwei Monaten zum Theresienheim in Fulda verlegt.

Bereits seit Jahrhunderten ist die Klosterkirche als geistlicher Ort ein Wahrzeichen für die Menschen in der Stadt und der Region Fulda. Das liegt an dem atemberaubenden Blick über Fulda, an der langen und mystischen Geschichte aber vor allem an der gelebten Offenheit und der großen Menschenliebe der Franziskaner. Damit das auch in Zukunft so bleibt, haben sich beide Parteien für eine eng verzahnte Zusammenarbeit stark gemacht. Die Kooperation hilft den Franziskanern auch mit einem kleineren Konvent auf dem Frauenberg zu bleiben. „Nach langen Vertragsverhandlungen blicken wir mit großer Zuversicht in die Zukunft“, ergänzt der Vorstand von antonius, Rainer Sippel.

Mit der franziskanischen Spiritualität, der Inspiration von „antonius – Netzwerk Mensch“ und dem bürgerschaftlichen Engagement ist der Grundstein für neue, spannende Projekte in Fulda gelegt.

Vertragsunterzeichnung auf dem Frauenberg in Fulda.
Vertragsunterzeichnung auf dem Frauenberg in Fulda. Kooperation der Franziskaner und „antonius – Netzwerk Mensch“.

Hintergrund

"antonius – Netzwerk Mensch" - Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung in Fulda
„antonius – Netzwerk Mensch“ – Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung in Fulda

Was für Ziele hat „antonius – Netzwerk Mensch“ aus Fulda,
wer steckt dahinter?

Zurzeit leben bei antonius etwa 300 Menschen in unterschiedlichen Wohnformen, davon fast 30 im Kinderhaus. Das Netzwerk bietet insgesamt rund 1.000 Arbeits- und 60 Ausbildungsplätze. Mehr als 200 Freiwillige, circa 60 antoniusJahrler und etwa 160 Praktikanten engagieren sich zurzeit bei antonius.

Außerdem besuchen mehr als 100 Kinder und Jugendliche die verschiedenen Schulen. Das Netzwerk wird von bürgerlichem Engagement getragen – es ist wirtschaftlich und politisch unabhängig, konfessionell und parteipolitisch ungebunden. Als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung sorgen die Stiftungsorgane für Transparenz. Im Sinne der UN-Konvention initiiert „antonius – Netzwerk Mensch“ Projekte zur Förderung von Inklusion und unterbreitet hierzu umfassende Angebote in Bereichen der Lebenswirklichkeit, wie etwa Arbeit, Ausbildung, Wohnen, Frühförderung und Freizeit.

antonius im Internet: www.antonius-fulda.de


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