08.11.2017 Marion Eckert

Der Kreuzberg in der Rhön – Gelebter Glaube

Ein Blick auf die Geschichte des Kreuzberges in den letzten 60 Jahren

Der Kreuzberg in der Rhön – Gelebter Glaube.
Buch von Regina Rinke. Bild von Regina Rinke

„Der Kreuzberg in der Rhön – Gelebter Glaube“ diesen Titel trägt das Buch von Regina Rinke, in dem die Geschichte des Klosters und speziell die Entwicklung in den vergangenen 60 Jahren dokumentiert ist. Entstanden ist das 120 Seiten starke Buch im Nachgang zur gleichnamigen Ausstellung, die Regina Rinke vor einigen Jahren konzipierte. „Es war mir Dank vieler Freunde möglich, enorm viel interessantes Bildmaterial aus den vergangenen 60 Jahren zusammen zu tragen, dass sich jedoch nicht komplett auf dem Ausstellungstafeln unterbringen ließ“, erklärte sie die Beweggründe, die zum Zusammenstellen des Buches führten.

Schon auf den 15 Bildtafeln der Ausstellung wird eindrucksvoll gezeigt, wie intensiv die Beziehung der Bevölkerung zu ihrem Heiligen Berg ist. Für Regina Rinke war es ein Anliegen mit der Ausstellung wie nun auch mit dem Buch den Kreuzberg als Ort des Glaubens, der Wallfahrt, des Betens und des Klosters darzustellen.

Das Buch umfasst 13 Kapitel und beginnt im Jahr 686 als nach einer alten Sage der Heilige Kilian das erste Kreuz auf dem „Aschberg“ oder „Asenberg“ (Götterberg) errichtet haben soll. Um 1.400 soll ein erstes Wallfahrerkreuz auf dem Gipfel gestanden haben, 1582 ließ Fürstbischof Julius Echter, Berichten zufolge, ein neues steinernes Kreuz errichten. Die Wallfahrten nahmen ständig zu, 1598 entstand die 1. Kapelle. Das Franziskaner-Kloster auf dem Kreuzberg entstand erst Ende des 17. Jahrhunderts. „Geschichtliche Bausteine“ befassen sich mit dem Kreuz, der Orgel, dem Klosterladen, den Bernhardinern und dem Gipfelkreuz. Weiter geht es mit der Tradition der Braukunst. Bereits im Jahr 1731 erhielt das Kloster die Genehmigung zum Bierbrauen.

Viele Brüder wirkten in den vergangenen 60 Jahren auf dem Kreuzberg. Regina Rinke trug nicht nur ihre Lebensdaten und Bilder zusammen sondern erinnerte an ihr individuelles Wirken auf dem Kreuzberg.

Mit vielen Bildern versehen ist das Kapitel rund um die Wallfahrten zum Kreuzberg. Das Buch blickt dabei hauptsächlich auf die Zeit ab 1950 zurück. Herausragend sind die Wallfahrten der Kreuzbruderschaft aus Würzburg, aber auch die Wirtewallfahrt, das Treffen der Waldarbeiter, die Radlersegnung und die Traktorenwallfahrt.

Das Kapitel „Feste und Feiern im Kirchenjahr“ befasst sich mit den diversen Traditionen am Kreuzberg, angefangen von der Krippe an Weihnachten, über den Sebastianstag im Januar, das Fest der Kreuzauffindung im Mai, das Fest des Heiligen Antonius im Juni, das Fest Kreuzerhöhung im September, das Fest des Heiligen Franziskus im Oktober, das Fest der Heiligen Elisabeth im November bis zur Christmette an Weihnachten.

Viele hohe Besucher, kirchliche wie politische Prominenz hat der Kreuzberg schon gesehen. Darunter den 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss. Er stattete dem Kreuzberg in den 50er Jahren einen Besuch ab, ebenso wie auch der 2. Bundespräsident Heinrich Lübke. Im Jahr 2008 anlässlich des 108. Deutschen Wandertages war der damalige Bundespräsident Horst Köhler auf dem Kreuzberg. Unter den kirchlichen Würdenträgern ragt Julius Kardinal Döpfner heraus, aber auch Bischöfe und franziskanische Ehrengäste konnten am Kreuzberg begrüßt werden.

Regina Rinke stellt ihr neues Kreuzbergbuch Pater Martin Domogalla vor. Bild von Marion Eckert

Das Klosterumfeld ist seit Gründung immer wieder umgestaltet, erweitert und verändert worden. Welche baulichen Veränderungen das Gesicht des Kreuzbergs prägten zeigt das Buch anhand eines Bilderzyklus zu markanten Punkten die der Kiliansstatue, der Jakobus-Tafel, dem Cafe „Zum Elisäus“, der Kerzenkapelle und dem Freialtar, dem Kinderspielplatz und den Andenkenbuden sowie dem Friedhof.

In den vergangenen 60 Jahren hat sich das Kloster Kreuzberg durch den enormen Aufschwung im Tourismus zu einem großen Wirtschaftsbetrieb entwickelt. Die Entwicklung von Küche, Ausschank, Pension und Biergarten sind somit weitere Bestandteile des Buches von Regina Rinke.

Zu den besonderen Veranstaltungen am Kreuzberg zählt der Weihnachtsmarkt, aber auch die Exerzitien, Kräuterweihe, Tiersegnung und die Konzertreihe tragen zum besonderen Flair am Kreuzberg bei.

Letztlich gehört zum Buch auch das Kapitel „Wie der Tourismus den Kreuzberg eroberte“ mit den Wintersportlern, Mountainbikern, Autotouristen, Motorradfahrern und der Geschichte des Bruder-Franz-Hauses als Anlaufstelle für Touristen.

Vor einigen Jahren erstellte Regina Rinke einen Besinnungsweg über den Kreuzberg mit Hinweisen und Gebeten, die zum Innenhalten und Nachdenken über den eigenen Lebensweg einladen, aber auch Mut geben im Vertrauen auf Gott immer wieder neu den Kreuzberg zu erklimmen. Die Beschreibung dieses Besinnungsweges mit den dazugehörigen Texten rundet das Kreuzbergbuch ab.

Das Buch ist für 9,80 Euro auf dem Kreuzberg erhältlich, oder bei

Regina Rinke
Bad Neustadt

Tel.: 9771 / 6877868
eMail: regina-rinke@gmx.de


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