Pater Ernst Fischer verstorben

Völlig unerwartet rief der gütige Gott am 1. Juni 2016 unseren Bruder Ernst Fischer in sein Reich des Lichtes und des Friedens

Ernst Fischer
Ernst Fischer während einer Kirchenführung in Vierzehnheiligen. Bild von Bruder Christoph Kreitmeir.

Ernst Fischer wurde am 2. Januar 1951 als einziges Kind des Amtsrichters Franz Fischer und seiner Ehefrau Maria in Amberg geboren. Ernst war erst acht Jahre alt, als seine Mutter starb. Nach der Volksschule in seiner Heimatstadt kam er in das Klosterseminar Metten, wo er bei den Benediktinern das humanistische Gymnasium besuchte und 1970 mit dem Abitur abschloss.

Ganz in den Fußstapfen seines Vaters studierte er zunächst Jura, entschloss sich aber nach erstem Staatsexamen und dem Vorbereitungsdienst für Rechtsreferendare, in Regensburg Theologie zu studieren mit dem Ziel, Diözesanpriester zu werden. Nach dem Erwerb des Diploms in katholischer Theologie und einem Pastoralpraktikum in Deggendorf St. Martin bewarb er sich 1986 um Aufnahme in die Bayerische Franziskanerprovinz. Als Kandidat half er in der Seelsorge im Krankenhaus Bad Tölz mit und kam nach seinem Noviziat als Pastoralassistent nach München St. Anna. 1991 nahm dort Provinzial Heinrich Fürst seine Feierliche Profess entgegen.

Nach seiner Priesterweihe 1992 auf dem Mariahilfberg in Amberg kam Ernst für drei Jahre als Krankenhausseelsorger nach Eggenfelden. Ab 1995 war er neun Jahre Spiritual der Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen und Vikar in der dortigen Brüdergemeinschaft. Zwei Jahre Krankenhausseelsorge in Füssen und ein Jahr in München folgten, bevor er 2007 wieder nach Vierzehnheiligen ging als Wallfahrtsseelsorger.

Von 2013 bis 2015 arbeitete Ernst als Seelsorger im St.-Vincenz-Krankenhaus in Paderborn. Ab Oktober 2015 lebte Ernst im Wangener Klösterle und übernahm die Aufgabe des Pfarrvikars in der Seelsorgeeinheit Wangen. Er tat dies gerne und mit viel Engagement und brachte sich auch ganz in das Leben der Gemeinschaft und ihrer vielen mitlebenden Gäste ein.

Die letzten Stunden vor seinem plötzlichen Tod während der Nacht verbrachten wir – als ganze Gemeinschaft eingeladen – in froher Runde bei einem Festmahl und einem von ihm als „göttlich“ eingestuften Frankenwein. Niemand von uns konnte ahnen, dass dieses fröhliche Fest für ihn Vorspeise für das himmlische Festmahl wurde: Welch ein wunderbarer „Hinübergang“ für ihn, welch eine Fassungslosigkeit bei uns …

  • Den Auferstehungsgottesdienst feiern wir am Samstag, dem 4. Juni 2016, um 13:30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Wangen. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Friedhof St. Wolfgang.

Nun lässt du, Herr, deinen Diener, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. (Kirchliches Abendgebet)


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