16.08.2019 Pater Claus Scheifele

Erstprofess in Killarney

Erstprofess in Killarney 2019

Seit einigen Jahren findet das Noviziat der Deutschen Franziskaner in internationalem Kontext in Killarney, Irland statt. Auch wenn dieses Jahr leider kein deutscher junger Bruder dabei war, so ist die feierliche Profess der Brüder in unserem gemeinsamen Noviziatshaus Grund zur Freude.

Ein ganzes Jahr verbrachten die fünf Novizen aus vier verschiedenen Ländern (Irland, Holland, Kanada und Schweden) im internationalen Noviziat in Killarney in Irland mit Gebet, Arbeit und Studium. Am 15. August 2019 nun war der große Tag, an dem sie ihren zeitliche Profess ablegten.

Br. Joel, Mitglied des „Dritten Ordens“ (TOR) in Schweden, einer der fünf, konnte allerdings nur liturgisch mitfeiern. Seine Profess fand ein wenig später in Schweden statt.

Eine große Schar von Mitbrüder aus Irland, Holland, England, Deutschland, Kanada waren ein Spiegelbild des internationalen Noviziates in Killarney. Der Provinzial der irischen Provinz, Fr. Aidan McGrath, leitete die Liturgie. Bei der eigentlichen Profess aber traten neben ihm der holländische und kanadische Provinzial in Aktion. Die Novizen legten ja ihre Gelübde in die Hände ihres eigenen Provinzials ab.

Erstprofess in Killarney 2019. (v.l.n.r.) Adrian Macor (Kanada), Benedetto Ressa (Holland), Theodore Splinter (Kanada), Ian Cunningham (Irland). Bilder von Pater Claus Scheifele.

Die große Kirche der Franziskaner in Killarney war voll, und die Gläubigen erlebte ergriffen den Einzug der Brüder und die ganze Feier, die musikalisch von der Volks Group der Kirche und der großen Sängerin Marina Cassidi gestaltet wurde. Emotionaler Höhepunkt war unmittelbar nach der Professablegung. Die Leute klatschten Beifall und in einer spontanen Reaktion traten die Neoprofessen von den Altar und verneigten sich tief vor den Leuten. Da gab es standing ovations. Sie waren Ausdruck der gegenseitigen Wertschätzung und Liebe der Gläubigen und der Brüder Franziskaner.

Nach der Feier waren die Brüder von nah und fern, besondere Gäste, Mitarbeiter und Wohltäter ins Kloster zu einem Umtrunk und zum Mittagessen eingeladen. Das ganze Kloster wurde dafür sozusagen in ein Gasthaus umgewandelt. Die Köchin Janet leistete Großes und so wurden alle auf angenehmste Weist satt.

Am nächsten Tag sind die Neuprofessen alles abgereist. Nun erwartet den Stammkonvent ein Jahr ohne Novizen, da keine der beteiligten Provinzen derzeit Postulaten haben, die ins Noviziat eintreten könnten. 2020/21 geht es dann hoffentlich mit deutscher Beteiligung wieder weiter.


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