20.03.2017

Gebet für Europa

60 Jahre „Römische Verträge“ – 24/25. März 2017

Vater im Himmel, wir verbinden uns mit unseren Schwestern und Brüdern in Europa. Jesus, Dir danken wir für die Jahre des Friedens und bringen unseren Kontinent und unsere Welt vor Dich, denn Du gibst uns Wurzeln und Werte, Kraft und Hoffnung.

Christus, Du bist der Weg: Wir bitten Dich inmitten von Gewalttaten und Ungerechtigkeit, dass Mitmenschlichkeit und Frieden in Europa wachsen, und durch den Weg der Versöhnung die Welt ständig erneuert wird.

 

Die Bewegung „Miteinander für Europa“ lädt zu einem „Gebet für Europa“ ein. Schließen sie sich diesem Gebet an und setzt sie ein Zeichen für einen gemeinsamen Weg! Klick auf Bild öffnet die Gebetsvorlage (PDF 90 kb) von Schwester Nicole Grochowina und Bruder Stefan Federbusch

Am 25. März 1957 hatten sechs europäische Länder (Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Niederlande und Luxenburg) beschlossen, die „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ zu gründen und diese auf die Grundlage von Frieden, Versöhnung und Zusammenarbeit zu stellen. Zugleich wurden auch alle anderen europäischen Nationen eingeladen, „sich diesen Bestrebungen anzuschließen“.

Die Gründung der „Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft“ war weit mehr als die Suche nach wirtschaftlichen Vorteilen, denn: Der französische Außenminister Robert Schuman (1886-1963) hatte schon zu Beginn der 1950er Jahre deutlich gemacht, dass der Frieden in Europa nur dann hinreichend gesichert werden könne, wenn es gelinge, kriegswichtige Güter wie Kohle oder Stahl gemeinsam zu kontrollieren. Und mehr noch: Dass Deutschland nur 12 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hier als gleichwertiger Partner eines Vertrages akzeptiert wurde, war ein entscheidender Schritt zur Versöhnung auf dem europäischen Kontinent, die maßgeblich durch die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland geprägt wurde.

Seit 1992 steht die Europäische Union für die politische Einheit des Kontinents. Doch dies ist ohne den in Rom unterzeichneten Vertrag über die „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ (deswegen: „Römische Verträge“) nicht denkbar. Und so kann dieser Vertrag als Geburtsurkunde eines geeinten Europas verstanden werden, auch wenn er sich im Detail mit Ein- und Ausfuhrbestimmungen, Umgang mit Zöllen, Schiedsgerichten, Ausrichtung der Wirtschaftspolitik, Bewegungsfreiheit von Waren und der Einrichtung von Ausschüssen befasst. Wichtig ist indes die Intention, mit der er geschlossen wurde – und die ist in der Präambel klar benannt: ein Zusammenschluss, um Schranken zu beseitigen, Frieden und Freiheit zu wahren, Fortschritt zu fördern und so die Lebensbedingungen der Menschen in Europa zu verbessern – und dies in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Kriegsgegner Deutschland, das nun ein gleichberechtigtes Mitglied in der Wirtschaftsgemeinschaft wurde.

 

Die Bewegung „Miteinander für Europa“ (zu der u.a. die Sießener Franziskanerinnen und die Christusbruderschaft Selbitz gehören) lädt deshalb zu einem „Gebet für Europa“ ein. Am Vorabend des Jubiläums zum Gedenken 60 Jahre „Römische Verträge“. (Vesper vom 24. März)

  • Die Gebetsvorlage ist doppelseitig auszudrucken und als Din A5 gefaltet ineinander zu legen (Papier Beidseitig bedrucken; an kurzer Kante spiegeln). Gerne dürfen Sie dies zur persönlichen Besinnung oder im Kreis ihrer Gebetsgruppe / Gemeinde verwenden.

Mehr Informationen zu der Bewegung finden Sie auf der Webseite together4europe.org


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