31.05.2016 Ansgar Donath (Missionszentrale der Franziskaner)

Gespräch mit Bischof Abou-Khazen aus Syrien

Franziskaner bleiben an der Seite der Menschen in der umkämpften Stadt

Franziskanerbruder und Bischof von Aleppo (Syrien), George Abou Khazen. Bild von der MZF
Franziskanerpater und Bischof von Aleppo (Syrien), George Abou-Khazen. Bild von der MZF

Über 100 Interessierte fanden sich am vergangenen Dienstag zu einem Gesprächsabend mit dem Franziskanerbruder und Bischof von Aleppo (Syrien), George Abou Khazen, in der Missionszentrale der Franziskaner ein.

Bischof George Abou-Khazen ist seit 2013 der Leiter des Lateinischen Vikariats in Syrien mit Sitz in Aleppo.

Er begann seinen Beitrag damit, dass er berichtete, dass Syrien über lange Zeit hinweg ein sehr friedvolles Land war und über viele Jahrhunderte selbst ungezählte Flüchtlinge aufgenommen hat.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgten seine Erläuterungen über die konkrete heutige Situation für die Menschen in der schwer umkämpften Stadt, die über 45 Tage ohne Strom und Wasser war. Alle Franziskaner sind während der gesamten Zeit des Krieges in Aleppo geblieben, was für den Bischof ein Zeichen der Hoffnung ist. Die Franziskaner setzen sich in Aleppo mit einem Auffanglager für Menschen, deren Häuser zerstört wurden und einem Krankenhaus aktiv für die Betroffenen ein. Sie kümmern sich auch um Lebensmittel für Bedürftige und organisieren Wasser aus Brunnen in Klöstern und Kirchen sowie Moscheen.

Hoffnungsvoll stimmt den Bischof auch, dass es zwischen den christlichen Kirchen in Aleppo, aber auch den verschiedenen Religionen, viel Solidarität und Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung gibt. Abou Khazen hob hervor, dass der Zusammenhalt zwischen Muslimen und Christen aufgrund der gleichen Lebenssituation sogar noch besser geworden ist als zu Beginn des Krieges.

Bei der sich anschließenden Diskussion interessierte die Zuhörer vor allem, was sie aus Sicht des Bischofs dazu beitragen können, dass der Krieg in Syrien ein Ende findet. Das Gespräch war teilweise sehr kontrovers und ausgesprochen engagiert.

Auf der Homepage der Missionszentrale der Franziskaner (MZF) können Sie weitere Informationen zu diesen und ähnlichen Themen abrufen.

Web: www.mzf.org


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