23.05.2020 Bruder Johannes Roth

Grabeskirche in Jerusalem wieder geöffnet -Update-

Besuch unter Einschränkungen nun wieder möglich.

Die Kuppeln der Grabeskirche in Jerusalem. Bild von CTS

Es ist soweit: Nach zwei Monaten ist die Grabeskirche seit Sonntag, den 24. Mai wieder für Besucher geöffnet, nachdem sie am 25. März aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen wurde. Seitdem haben die einzelnen Gemeinschaften in der Grabeskirche verharrt und weiterhin treu ihren Dienst für Gott und die Menschen versehen. Nur an den hohen Feiertagen wurde die Grabeskirche kurz geöffnet, um eine kleine Gruppe von weiteren Geistlichen für die verschiedenen Liturgien hineinzulassen. Diese Liturgien wurden per Livestream in alle Welt übertragen. Die Brüder wurden durch eine Luke in der Eingangstür mit Lebensmitteln und den notwendigen Dingen versorgt. Nachdem es in Israel immer mehr Lockerungen der corona-bedingten Einschränkungen gab, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Grabeskirche wieder geöffnet werden darf. Allerdings mit Einschränkungen, wie in der Pressemitteilung der drei Gemeinschaften, die die Verwalter der Grabeskirche sind, deutlich wird:

… „Aus Sicherheitsgründen, und um das Risiko einer erneuten Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden, wird die Anzahl der Besucher zu Beginn auf 50 Personen begrenzt. Außerdem wird die Basilika nur für diejenigen zugänglich sein, die weder Fieber noch andere Symptome von einer Corona-Infektion haben und die einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
Es wird auch notwendig sein, einen Mindestabstand von 2 Metern zwischen jeder Person einzuhalten und jeglichen körperlichen Kontakt, wie das Berühren und Küssen der Steine, Symbole, Gewänder und des Personals in der Basilika, zu vermeiden sowie die gegebenen Anweisungen zu befolgen.

Von diesem heiligen Ort aus setzen wir in dieser Osterzeit unsere Gebete fort und beten um das Ende dieser Pandemie.“

Theophilos III – Griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem
Br. Francesco Patton ofm – Kustos des Heiligen Landes
Nourhan Manougian – Armenischer Patriarch von Jerusalem


Update 25. Mai 2020

Die lang ersehnte Öffnung der Grabeskirche kann leider zuerst einmal nur schrittweise erfolgen!

Einige Gläubige verharrten am Sonntag lange vor der Grabeskirche und warteten auf die zuvor angekündigte Öffnung der Grabeskirche. Nach einiger Zeit öffnete sich die Tür der Grabeskirche auch, aber nur für eine kleine Gruppe. Der Zugang kann leider nicht sofort erfolgen, denn zum einen müssen die vom Staat Israel festgelegten Einschränkungen, wie Personenzahl, Abstandsregelung, Sicherheitsvorkehrungen und Maskenpflicht eingehalten werden und zum anderen muss eine Regelung für die Feiern und Bedürfnisse der Kirchen selbst, ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Status Quo, der in der Grabeskirche weiterhin gilt, gefunden werden.

Br. Francesco Patton ofm, Kustos des Heiligen Landes, sagt dazu: „Im Moment müssen wir allmählich den Übergang von der Phase der fast völligen Schließung – denn in Wirklichkeit hat es nie eine „völlige Schließung“ gegeben, innen haben wir weiter gefeiert – zu einer Phase der völligen Öffnung schaffen. Es handelt sich um eine allmähliche Öffnung, und es ist eine Öffnung, die auch die mit der Polizei vereinbarten Regeln respektieren muss. Sicherlich wird uns diese Übergangsphase auch helfen zu verstehen, ob wir in der Lage sind, etwas zu bewältigen, das etwas komplexer ist als in normalen Heiligtümern, wo es nur eine Gemeinschaft gibt, die alles verwaltet, während es hier mindestens drei Gemeinschaften gibt.“ Die Gläubigen brauchen also doch noch ein bisschen Geduld.

Am 26. Mai wird nach fast dreimonatiger Schließung auch die Geburtskirche in Betlehem wieder für Gebet und Besuch geöffnet. Es gelten die gleichen Regeln wie in der Grabeskirche.

Weitere Informationen und ein kurzes Video finden Sie unter cmc-terrasanta.com


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