20.09.2019

Großer Umzug bei den Franziskanern

44 Brüder der knapp 250 Franziskaner der Deutschen Franziskanerprovinz werden in diesen Tagen umziehen, oder an ihrem bisherigen Lebensort eine neue Aufgabe beginnen.

Alle drei Jahre treffen sich die Franziskaner zum Provinzkapitel, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Daran schließt sich der Kapitelskongress an, bei dem die Provinzleitung berät, welche Stellen wie personell in Zukunft besetzt werden. Gemeinsam mit den betroffenen Brüdern wird dann entschieden, wer in Zukunft welche Aufgabe erfüllen kann. Dabei spielen natürlich auch die je eigenen Fähigkeiten und die persönlichen Vorstellungen des Bruders eine Rolle.

Umzug. Die Franziskaner nehmen oft nur das Nötigste mit.* Bild Archiv Deutsche Franziskanerprovinz

Die Franziskaner-Brüder haben von ihrem Ordensgründer Franziskus von Assisi selbst aufgetragen bekommen, die sogenannte Itinerants zu leben. Also, sich nicht irgendwo festzusetzen und Wurzeln zu schlagen, sondern immer wieder zu neuen Orten (und Aufgaben) aufzubrechen.

Wir wollen nicht alle Versetzungen der Provinz aufzählen, aber doch gerne ein kleines Beispiel geben …

Bruder Franz Leo, vorher Pfarrer in Halle, zieht nach Berlin, um dort Guardian zu werden. Seelsorger in Halle wird nun Bruder Gabriel, der vorher Seelsorger bei antonius in Fulda war. Diese Stelle übernimmt Bruder Thomas, der aus Wangen kommt. Dort wird er als Guardian ersetzt von Bruder Joachim, der bereits als Koch im Kloster lebt. Neu in Wangen hinzu kommt Bruder Marcio aus Wiedenbrück, der das Gästehaus übernehmen wird. Auch Bruder Vinzenz aus Wangen wurde als Seelsorger verabschiedet, er zieht nach München und arbeitet künftig im Projekt Omnibus mit, dessen Leitung von Bruder Igor aus dem bestehenden Team übernommen wurde, da Bruder Bernd nach Hofheim geht, um Bruder Christoph am Empfang des Exerzitienhauses zu ersetzten, der künftig in der Suppenküche in Berlin mitarbeitet, während zeitgleich Bruder Andreas aus der Suppenküche nach Ohrbeck zieht, um dort als geistlicher Direktor in die Fußstapfen von Bruder Franz zu treten!

In diesen Tagen liest man nun öfters in verschiedenen Regionalzeitungen, dass jener Bruder an einem Ort seinen Abschied nimmt, oder dieser Pater nicht länger der Pfarrer der Gemeinde sein wird. Im Leben eines Franziskaners kein ungewöhnlicher Vorgang, aber für die Menschen in den Klostergemeinden und Werken doch immer wieder eine Überraschung oder gar schmerzliche Trennung.

An dieser Stelle herzlichen Dank allen uns verbundenen Personen für ihre menschliche Nähe. Lassen sie den lieb gewonnenen Bruder mit frohem Herzen gehen und empfangen sie einen Neuen mit ihrer Gastfreundschaft!

 

*Auf dem Bild oben ist Bruder Augustinus abgebildet, der schon seit Jahren die Pforte des Franziskanerklosters in München seinen Dienst verrichtet, und dieser Aufgabe auch weiterhin treu bleibt. Auf dem Foto ist er zu sehen, wie er sich nach dem Mattenkapitel in Vierzehnheiligen auf dem Heimweg macht, zusammen mit einem Fässchen Kreuzberg-Bier, das er für seine Gemeinschaft „abgestaubt“ hat.


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