Die Häuser der Franziskaner

Berlin Wilmersdorf (St. Ludwig)

Hauptstadtpfarrei und Cityseelsorge

Der Konvent in Berlin Wilmersdorf wurde 1986 nach Auflösung des Franziskanerklosters in Berlin Tempelhof gegründet. Arbeitsschwerpunkte der Brüder sind die Pfarrarbeit mit sehr vielen Taufen und Hochzeiten, Predigerkirche, Beichtkirche, Schwesternseelsorge, Mitarbeit bei der Guardini-Stiftung, Mitarbeit bei Kirche positHIV (einer ökumenischen AIDS-Initiative).

Die Pfarrei St. Ludwig im Berliner Stadtteil Wilmersdorf zählt ca. 11.000 Katholiken und ist Träger zweier KITAs (mit 150 Kindern), eines Schulhorts (für 195 Kinder) für die Katholische Grundschule St. Ludwig (320 Kinder), die in der Trägerschaft des Erzbistums Berlin steht.

 

Franziskanerkloster und Pfarrei in Berlin Wilmersdorf: Von links nach rechts: Abschied der Heiligen Elisabeth von ihrem Gatten Landgraf Ludwig; Die Fassade der neuromanischen Pfarrkirche St. Ludwig und der Chorraum der Kirche mit den in intensiven Farben gestalteten Fenstern der Apsis.

Innerdeutsches Multikulti

„Wahrscheinlich einzigartig in unserer Deutschen Franziskanerprovinz dürfen wir uns derzeit als Haus bezeichnen, in dem Brüder aus fünf verschiedenen deutschen Herkunftsprovinzen leben“ Maximilian aus der Bavaria, Damian aus der Colonia, Josef aus der Saxonia, Norbert aus der Silesia und René aus der Thuringia. Diese kulturelle Vielfalt der Gemüter und Traditionen tut gut, Die Brüder haben sich gegenseitig viel zu erzählen und entdecken mehr das, was sie verbindet, als das, was sie unterscheidet.

Ein City-Kloster mitten in der Bundeshauptstadt

„Unsere Stadt ist unser Kloster und die belebten Straßen sind unser Kreuzgang. Unsere Klosteranlagen sind die Geschäfte und Wohnhäuser, und unsere Gebetszeiten werden vom Rhythmus der City geprägt. Unsere Fürbitten stehen in der Zeitung, die Anliegen der Kleinen und Großen hören wir als Tischlesung, und ihre Lebensgeschichten sind unsere Bibliothek. Die Gesichter der Menschen sind unsere Ikonen, und im leidgezeichneten Antlitz schauen wir auf den Gekreuzigten“ Bruder Andreas Knapp, Kleine Brüder vom Evangelium, Leipzig

Umzingelt von Schulen, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Behörden und Restaurants der unterschiedlichsten Länder liegt neben der 1897 in rotem Backstein erbauten neugotischen Kirche St. Ludwig das weiße „Haus St. Ludwig“. Der Name weist noch darauf hin, dass hier bis 1988 ein Seniorenstift war, wo heute die Franziskaner klösterlich untergebracht sind und ein eigenes Stockwerk für Gäste haben. Seit 2006 wird im Gebäude noch ein Hort mit Nachmittags- und Hausaufgabenbetreuung von knapp 50 Erstklässlern beherbergt. Außerdem sind dort das Pfarrbüro und im Erdgeschoss noch die KITA St. Ludwig angesiedelt.

Im August 2016 werden es 30 Jahre, dass die Franziskaner von Joachim Kardinal Meisner mit der Seelsorge der Pfarrei St. Ludwig betraut wurden. Im Juli 2003 kam bei einem Umstrukturierungsprozess des Erzbistums im Zuge der prekären Finanzlage des Erzbistums noch die Gemeinde Albertus Magnus (Halensee) hinzu, so dass die fusionierte Pfarrei derzeit fast 11.000 Katholiken zählt und damit seit Langem die zweitgrößte Pfarrei im Erzbistum Berlin darstellt. Zur Personalgemeinde aber gehören noch viele, die nicht auf unserem Pfarrgebiet wohnen, sondern regelmäßig aus ganz Berlin und Umgebung zu unseren Gottesdiensten anreisen. Dazu lockt sie einerseits die besondere Kirchenmusik, andererseits sind wir weithin als Kirche mit ansprechenden Predigten bekannt.

Interessante Zahlen

Im Jahr 2015 hatten wir in der Pfarrei St. Ludwig 121 Taufen, 32 Trauungen, 62 Bestattungen, 112 Erstkommunionkinder, 44 jugendliche und 9 erwachsene Firmlinge, 11 Konversionen, 7 Wiederaufnahmen und 163 Kirchenaustritte. Die Zahl unserer Gottesdienstbesucher lag bei den Zählsonntagen zwischen 1.400 und 2.100. Die Gemeinde St. Ludwig zählt zum Jahresende 2015 aktuell 10.951 Seelen.

Gottesdienstordnung und Kirchenmusik

Wer die Gottesdienstordnung unserer Gemeinde im Wochenbrief oder auf unserer Homepage www.sanktludwig.de sieht, fühlt sich bei dem Angebot von sechs Sonntagsmessen wahrscheinlich eher an polnische Verhältnisse erinnert. Sofort ins Auge fallen auch die vielen Einzeltaufen und zahlreichen Hochzeiten an fast allen Samstagen im Frühjahr und Sommer.

Ganz im Sinne einer City-Pastoral lassen sich viele durch ein buntes Konzertprogramm in unserer Kirche ansprechen. Unsere Festgottesdienste sind immer musikalische Delikatessen. Zum Fest der hl. Cäcilia wurde am 22.11. Händels „Messiah“ auf Englisch aufgeführt. 650 Besucher füllten die Kirche bis auf den letzten Platz. Mindestens so viele Besucher zählte auch die Festmesse am 1. Weihnachtsfeiertag, an dem Kirchenchor und Kammerorchester unter der Leitung unseres Kirchenmusikers Norbert Gembaczka Gounods Cäcilienmesse erklingen lassen.

Die  Hausgemeinschaft

Die Hausgemeinschaft : (Von links nach rechts) Br. Josef Schulte, Br. Damian Bieger, Br. Norbert Just, Br. Maximilian Wagner.
Die Brüder in Wilmersdorf: Br. Josef Schulte, Br. Damian Bieger, Br. Norbert Just, Br. Maximilian Wagner.
  • Br. Maximilian Wagner ist als leitender Pfarrer der Gemeinde für viele Verwaltungsaufgaben und die Geschäftsführung dieses mittelständischen Betriebs (mit ca. 60 Angestellten) zuständig. Er feiert die wöchentlichen Schulgottesdienste und arbeitet in der Vorbereitung der Erstkommunionkinder mit.
  • Br. Damian Bieger unterstützt als Pfarrvikar, wo er nur kann. Er kümmert sich um die Jugend in St. Ludwig, betreut die Ministranten und Pfadfinder sowie den Kreis der Lektoren. Er hat die Firmvorbereitung federführend übernommen. Er steht dem Hortleiter bei strukturellen und organisatorischen Fragen beratend zur Seite. Bei der Sanierung des Gemeindezentrums kümmert er sich um die anfallenden Fragen und die zu treffenden Beschlüsse, die er mit dem Bau-Ausschuss des Kirchenvorstandes vorbereitet. Er hat die Malteser-Gruppe in der Pfarrei ins Leben gerufen. Seit Sommer ist er Ökonom der Gemeinschaft. Außerdem arbeitet er im Präsidium der Guardini-Stiftung mit.
  • Br. Norbert Just genießt hier seinen wohlverdienten Ruhestand, hilft aber entschlossen in der Pfarrseelsorge mit, wo er kann. Jeden Montag und Samstag und oft auch, wenn unsere Köchin krank ist, zaubert er ein leckeres Mittagessen für uns Brüder auf den Tisch und kocht jeden Sonntagmorgen das Frühstücksei.
  • Br. Josef Schulte ist seit 2013 für das Erzbistum Berlin Beauftragter für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiter/innen im kirchlichen Dienst. Als langjähriger Seelsorger in Berlin wurde er in den Priesterrat des Erzbistums gewählt. Er übernimmt gerne Gottesdienste, besonders die Sonntagsmesse um 12 Uhr. Gelegentlich gibt er noch Homiletik-Seminare. P. Josef kennt in Berlin viele Leute, und sie kennen und schätzen ihn und seine aufmerksame Art.

Gottesdienste und Beichtzeiten

Gottesdienste

Sankt Ludwig

  • Montag bis Samstag
    18:30 Uhr Abendmesse
  • Sonntag
    8:30 Uhr Vorabendmesse mit Predigt
    10:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
    12:00 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
    18:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt

Sankt Albertus Magnus

  • Sonntag
    10:00 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt

Beichtgelegenheit

Sankt Ludwig

  • Freitag 17:00 Uhr Beicht- und Gesprächsmöglichkeit
    Samstag 17:00 Uhr

Kontakt & Anfahrt

Kontakt

Franziskanerkloster
Ludwigkirchplatz 10
10719 Berlin

Tel.: 030 / 88 5959-0   (Pforte)
030 / 88 5959-10 (Pfarrer)

eMail: stludwig@t-online.de
web: www.sanktludwig.de

Anfahrt

U-Bahnhof Spichernstraße, dann die Pariser Straße laufen (ca. 7 Min. Fußweg) oder
vom Bahnhof Zoo mit dem Bus 249 (Grunewald/ Roseneck) bis Haltestelle Pariser Straße