Die Häuser der Franziskaner

Fulda

Franziskanerkloster, Gästehaus

Kloster Frauenberg von den Fuldaauen betrachtet.
Kloster Frauenberg von den Fuldaauen betrachtet.

Seit Herbst 2016 verfolgt der Frauenberg in enger Zusammenarbeit mit antonius – netzwerk mensch ein neues Konzept zur gemeinsamen Nutzung der Klosteranlage. Die Zusammenarbeit des Ordens mit antonius soll den Frauenberg als Ort der Spiritualität, der Menschlichkeit, der Begegnung, der Bildung, Kultur und der Freude an der Vielfalt des Lebens dauerhaft erhalten. Im Fokus steht dabei, gemeinsam den spirituellen Ort in einen Anlaufpunkt für jüngere Menschen zu erweitern. Konkret bezieht sich das auf die Bereiche Wohnen, Leben und Bildung. Seit Herbst 2016 lebt eine erste Wohngemeinschaft von antonius bei den Franziskanern auf dem Frauenberg.

Brüder

Die Dienste der Brüder

Die Franziskaner auf dem Frauenberg leben ihre franziskanische Berufung in Gebet und Gemeinschaft sowie in seelsorglichen Diensten, in handwerklichen Berufen und in den häuslichen Arbeiten.

Einen Schwerpunkt der pastoralen Arbeit sehen die Brüder in der Spendung des Sakramentes der Versöhnung (Beichte). Der Frauenberg gilt als Beicht- und Gesprächszentrum für die Region. Neben der Beichtkapelle stehen Gesprächsräume für persönliche Lebensbegleitung, Glaubensberatung und Beichtgespräche zur Verfügung. Exerzitienkurse und theologische Seminare komplettieren die Palette ihrer Angebote. Ferner bietet der Frauenberg Gastfreundschaft für Menschen, die Stille und Einkehr suchen. Viele Beter finden den Weg zur Kirche auf dem Berg. Auch als Ort für gottesdienstliche Familienfeiern erfreut sich die Kirche großer Beliebtheit.

Neben den Diensten im Konvent gehen Brüder Aufgaben außerhalb ihres Klosters nach: als Seelsorger im Herz-Jesu-Krankenhaus, bei antonius – netzwerk mensch und bei Schwesterngemeinschaften. Einige begleiten Exerzitienkurse, Einkehrtage, die Franziskanische Gemeinschaft und Gemeindemissionen.

 

Brüder der Gemeinschaft in Fulda: (v.l.n.r.) Florian Reith, Max Rademacher, Berthold Duffner, Adalbert Kremer, Gerhard Busche, Christoph Kreitmeir, Claudius Groß, Thomas Kreher und Othmar Brüggemann.
Brüder der Gemeinschaft in Fulda: (v.l.n.r.) Florian Reith, Max Rademacher, Berthold Duffner, Adalbert Kremer, Gerhard Busche, Christoph Kreitmeir, Claudius Groß, Thomas Kreher und Othmar Brüggemann.

In der Gemeinschaft leben die Brüder Adalbert Kremer, Berthold Duffner, Claudius Groß, Florian Reith, Gerhard Busche, Max Rademacher, Othmar Brüggemann, Thomas Kreher und Pascal Sommerstorfer. (Stand März 2017)

Im Rahmen der Neukonzeption des Frauenberges wurde die Krankenstation im Sommer 2016 aufgelöst. Die pflegebedürftigen Brüder leben seitdem im Theresienheim in einer Seniorenkommunität, die als Filialhaus zum Kloster Frauenberg gehört. Bruder Fidelis Hofmann ist Leiter dieser Kommunität, in der die Brüder Anselm Kalbert, Damasus Molz, Eugen Wetzel, Georg Schunder, Hildebrand Rutschmann, Kunold König, Lambert Hertweck, Oswin Schirpke, Richard Brühl, Salvator Gruber, Waltram Winkler leben. Im Hedwigstift der Vinzentinerinnen in der Nähe des Frauenbergs wohnen zwei weitere pflegebedürftige Brüder: Bardo Geßner und Petrus Espe.

Brüderportraits

Erfahren Sie mehr über einzelne Brüder, ihr Leben und ihre Tätigkeit auf dem Frauenberg

Bruder Adalbert

Bruder Anselm bei der Apfelernte.
Bruder Adalbert bei der Apfelernte.

Pater Adalbert Kremer bringt sich nach mehr als 30 Jahren pastoralem Dienst bei antonius – netzwerk mensch stärker auf dem Frauenberg in die pastoralen Aufgaben ein. Die neu gewonnene Zeit nutzt der Hobbypomologe für die Pflege der Obstbäume.

Bruder Berthold

Bruder Berthold wird für sein umfangreiches Wissens rund um das Kloster und die Stadt Fulda geschätzt.
Bruder Berthold wird für sein umfangreiches Wissens rund um das Kloster und die Stadt Fulda geschätzt.

Bruder Berthold Duffner war Jahrzehnte hindurch hauptsächlich in der Betreuung der Klosterbibliothek beschäftigt. Mit seinem umfangreichen Wissen vermittelt er immer wieder Informationen zum Kloster, zur Stadt und zur Region Fulda und deren Geschichte.

Bruder Florian

Bruder Florian übernimmt vielfältige Aufgaben in der Gemeinschaft.
Bruder Florian übernimmt vielfältige Aufgaben in der Gemeinschaft.

Vom heiligen Franziskus stammt das Wort, die Welt sei unser Kloster. Das erfährt man als Pförtner des Frauenbergs in besonderer Weise. Bruder Florian Reith hat bisher das Haus für Klosterbesucher, Tagungsgäste, Pilger sowie Brüder und Schwestern von der Landstraße geöffnet und durch Klosterführungen, leibliche Stärkung und geistlichen Zuspruch vielerlei Dienste angeboten. Ab Anfang 2017 übernahm die Partnergemeinschaft antonius – netzwerk mensch die Präsenz an der Pforte. Bruder Florian ist nun mit Aufgaben dieser Gemeinschaft betraut.

In seiner Freizeit durchquert er mit dem Fahrrad seine Rhöner Heimat und testet alljährlich seine Fitness beim Radmarathon durch die Rhön.

Bruder Gerhard

Bruder Gerhard bereitet in seiner Schneiderei den Zuschnitt für ein neues Ordensgewand (Habit).
Bruder Gerhard bereitet in seiner Schneiderei den Zuschnitt für ein neues Ordensgewand (Habit).

Als Vikar, Stellvertreter des Guardian, gehört Bruder Gerhard Busche zur Leitung des Konventes. Seine Hauptaufgabe als Schneidermeister füllt die meiste Zeit in Fertigung von Ordensgewändern (Habit) für die Franziskaner der Deutschen Ordensprovinz und darüber hinaus. Neben dieser Pflicht findet er noch Zeit für die Betreuung einiger Kleintiere und eines kleinen Gartens.

Bruder Max

Bruder Max ist der Leiter des Gästehauses.
Bruder Max ist der Leiter des Gästehauses.

Pater Max Rademacher gehört seit mehr als 20 Jahren zu den Seelsorgern des Klosters Frauenberg. Er bietet persönliche Begleitgespräche, geistliche Wochenenden, Seminare und meditative Zeiten an. Exerzitienkurse, Begleitung von Pilgerwegen und Gemeindemissionen außerhalb des Frauenberges sind weitere Dienste seines umfangreichen Engagements.

Bruder Othmar

Bruder Othmar empfängt Sternsinger im Haupthaus von antonius
Bruder Othmar empfängt Sternsinger im Haupthaus von antonius

Bruder Othmar Brüggemann hat bei antonius – Netzwerk Mensch ein vielfältiges Arbeitsfeld. Zu den traditionellen Seelsorgeaufgaben kommen neue Herausforderungen: Der Themenkomplex Inklusion beansprucht eine intensive Beratungs- und Vermittlungstätigkeit bis in die Pfarrgemeinden hinein. Immer mehr Bewohner und Mitarbeiter ohne christliche Erfahrung bedürfen der Hinführung zum Glauben. Ferner soll die junge Ordensgemeinschaft indischer Schwestern bei antonius nötige Hilfen erfahren, um hier in Fulda heimisch zu werden. All diese Aufgaben bedeuten für den Seelsorger einen hohen Aufwand an individueller Begleitung, die er mit Freude und Engagement angeht. Auch bietet er Begleitungen als Logotherapeut und existenzanalytischer Begleiter an (sinnorientierte Beratungs- /Therapiemethode).

Bruder Thomas

Bruder Thomas bereitet in der Sakristei der Klosterkirche die Gewänder für die Messe vor.
Bruder Thomas bereitet in der Sakristei der Klosterkirche die Gewänder für die Messe vor.

Bruder Thomas Kreher kommt vom Wallfahrtsort Neviges zu uns und komplettiert die Bruderschaft. Er sorgt sich in seiner Hauptaufgabe als Küster um alle Belange der Kirche. Sein Auge entdeckt darüber hinaus weitere Aufgaben innerhalb und außerhalb des großen Hauses und packt sie an.

Bruder Claudius

Bruder Claudius ist Guardian des Franziskanerklosters.
Bruder Claudius ist Guardian des Franziskanerklosters.

Pater Claudius Groß ist dem Frauenberg seit Jahrzehnten verbunden: Zum fünften Mal gehört er zum Kloster auf den Frauenberg, er ist Guardian; so werden Brüder in der Leitung eines Franziskanerklosters genannt. Zuletzt (2010-2016) war er Leiter eines internationalen Hilfswerkes, der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn. Zu seinen Aufgaben gehören Gottesdienste sowie Beicht- und Gesprächsseelsorge, die Begleitung von Schwesterngemeinschaften als Exerzitienleiter und als Moderator und Visitator bei Versammlungen anderer franziskanischer Ordensgemeinschaften.

Kloster

Die Klosterkirche

Blick in den Altarraum der Klosterkirche während einer Trauung.
Blick in den Altarraum der Klosterkirche auf dem Frauenberg in Fulda während einer Trauung.

Blick in den Altarraum der Klosterkirche während einer Trauung
Kirche und Kloster auf dem Frauenberg entstanden in der Zeit des Spätbarocks. Glück und Unglück lagen hier eng zusammen. Zum Unglück des verheerenden Brandes von 1757 kam der glückliche Umstand, dass Brüder aus den eigenen Reihen zur Verfügung standen, die durch Begabung und Fleiß zum Teil als Autodidakten von handwerklicher Tüchtigkeit zu künstlerischer Leistung avancierten. Der Neubau von Kirche und Kloster von 1757 bis 1766 darf als eigene Bauleistung der Franziskaner gesehen werden.

Die Kirche ist geostet und stellt einen einschiffigen Saalbau von ca. 50 m Länge und 16 m Breite mit acht Jochen dar. Die Nordseite steht frei, während sich die Südseite an das Klostergebäude anschließt. Über dem Dach thronen zwei Dachreiter, der größere über der Westfassade und der kleinere über dem Chor. Das Mittelfeld der dreifach gegliederten Westfassade trägt das Franziskanerwappen mit der Jahreszahl 1761.

Als Architekt und Bauleiter fungierte Br. Cornelius Schmitt auf dem Frauenberg. Auch die Stuckmarmoraltäre zeugen von seiner Kunst. Br. Hyazinth Weigand schuf als Bildhauer neben anderen Werken den Aufbau des Hochaltares samt reich gezierter Bekrönung sowohl des Altares wie der Kanzel. Von Br. Michael Egenolf stammen die drei großen Statuen der Kirchenfassade mit der Maria Immaculata sowie Hrabanus Maurus und Bonifatius und möglicherweise die Pietà innerhalb der Kirche. Zum Künstlerteam zählte auch Br. Wenzeslaus Marx mit den Hauptfiguren der Heiligen Benedikt und Bonifatius am Hochaltar sowie Bonaventura und Ludwig von Toulouse an den Chorwänden. Außerdem leisteten ungenannte Brüder unverzichtbare Dienste. Die Bilder in der Kirche stammen größtenteils von dem Fuldaer Hofmaler Johann Andreas Herrlein.

Die reiche Ausstattung verleiht dem schlichten Raum großen Glanz. Der marmorierte Hochaltar bildet dabei die dominierende Mitte. Über dem Tabernakel thront die Statue „Maria mit dem Kind“. Im mittleren Teil stehen rechts die Figuren des hl. Benedikt und links des hl. Bonifatius als Reverenz an den Stifter des Altares, Fürstabt Heinrich von Bibra. So treten in aller Demut die Franziskanerheiligen Franziskus und Antonius an den Seitenaltären zurück. Die weiteren Altäre sind der Muttergottes sowie den Heiligen Josef, Elisabeth und Thekla geweiht. Weitere Heilige des Ordens flankieren die Wände rechts und links des Kirchenschiffes.

Die Klostergebäude

Der Speiseraum der Brüder.
Der Speiseraum der Brüder.

Als ein lang gestreckter Hauptbau verläuft auf der Südseite der Kirche parallel das Konventgebäude, das durch einen West- und Ostflügel mit der Kirche verbunden und nach Osten weitergeführt ist, wo sich rechtwinklig nach Norden der Josefsbau und nach Süden der Fürstenbau anschließen. Im Südflügel befinden sich u. a. das große frühere Konvents-Refektor mit Stuckdecke und Holztäfelung sowie einer Reihe von Tafelbildern, bis 1875 zwölf von Andreas Herrlein. Der Josefsbau beherbergt die Bibliothek, der Fürstenbau den repräsentativen Fürstensaal.

Im Laufe der Jahre erfolgten diverse Sanierungen am und im Kloster Frauenberg – um 1950 am Dachstuhl und von 1999 bis 2004 am Kirchendach, an den Außenwänden sowie an der Pforte, im Gästehaus und in den Innenräumen.

Die Beichtkapelle

Während die Kirche ganz im Stil des Barock durchkonzipiert ist, weist die Beichtkapelle mit ihrer reduzierten Ausstattung hin auf das Wesentliche des Gebetes und der inneren Einkehr.
Während die Kirche ganz im Stil des Barock konzipiert ist, weist die Beichtkapelle mit ihrer reduzierten Ausstattung hin auf das Wesentliche.

Der Beichtdienst zählt zu den wichtigsten pastoralen Aufgaben des Frauenbergs. Darum bestand von Anfang an ein Konsens darüber, im Zuge der Renovierung einen optimalen Ort dafür zu finden. Die bisherige Praxis, den Kreuzgang dafür zu nützen, erwies sich als unzureichend.

Zudem sollte der Kreuzgang wieder an allen vier Seiten begehbar sein. So schälte sich die Lösung heraus, die Beichtkapelle als Rundbau zu konzipieren und in den Innenhof des Klosters zu stellen.

Die Innenausstattung mit einem ovalen Altar und einem Kreuz an der Rückwand stammt von dem Künstler Rudolf Kurz aus Ellwangen/Jagst.

Der ansprechende Raum lädt zu Gottesdiensten für kleine Gruppen ein. Zwei Zimmer rechts und links bieten die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung in herkömmlicher Form oder im Rahmen eines Beichtgesprächs zu empfangen.

Der Klostergarten

Auf der Nordseite der Kirche dem Kreuzweg entlang bietet sich dem Besucher die Möglichkeit, von oben einen Blick in den Klostergarten zu werfen. Der Garten stammt wie die gesamte Klosteranlage aus der Zeit des Barock und diente unserer Ordensgemeinschaft viele Jahrzehnte als Nutz- und Ziergarten.

Barocke Grundformen prägen das Gesamtbild. Pflanzenfelder und Blumenrabatten, eingefasst durch Buchsbaumhecken, formieren sich um ein großes Rund mit einer überlebensgroßen Madonnastatue in der Mitte.

Vielfältige Blumen und Stauden setzen farbige Akzente und tragen den ganzen Sommer hindurch zum Schmuck von Kirche und Kloster bei. Die Palette reicht von unscheinbaren Tagetes bis zu mannshohen leuchtenden Sonnenblumen. So lädt der Garten mit seinen Wegen und Bänken zum Spazierengehen und Verweilen als Ort der Ruhe und Erholung ein.

Gebetszeiten

Besonders gestaltete Gottesdienste in der Fastenzeit

  • 7. März bis 11. April, jeweils 18:00 Uhr in der Klosterkirche in Fulda
    „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ – Fastenpredigten
  • Aschermittwoch, 1. März
    18:00 Uhr Eucharistiefeier mit Ansprache und Aschenkreuz
  • Samstag, 4. März
    18:00 Uhr Eucharistie meditativ
  • Sonntage in der Fastenzeit
    10:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
    18:00 Uhr Gesungene deutsche Vesper
  • Dienstage in der Fastenzeit
    18:00 Uhr Eucharistiefeier mit Fastenpredigt
    Anschließend gemeinsame Fastensuppe
  • Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag
    7:00 Uhr Morgenlob (Trauermette)
  • Gründonnerstag, 13. April
    19:30 Uhr Abendmahl mit Predigt und Fußwaschung
  • Karfreitag, 14. April
    15:00 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu Christi
  • Ostersonntag, 16. April
    4:30 Uhr Ostervigilfeier
    anschließend Frühstück im Kloster
    10:30 Uhr Osteramt mit Predigt
    18:00 Uhr gesungene deutsche Osterversper
  • Ostermontag, 17. April
    10:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
    14:00 Uhr Andacht der Dreifachen Männerbruderschaft

Reguläre Gottesdienstzeiten

Feier des Stundengebetes in der Beichtkapelle.
Feier des Stundengebetes in der Beichtkapelle.

An Sonn- und Feiertagen

  • 07:30 Uhr Laudes (Morgenlob)
  • 10:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
  • 11:50 Uhr Sext (Mittagsgebet) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Uhr Gesungene Vesper (Abendlob)

An Werktagen

  • 06:45 Uhr Laudes (Morgenlob)
  • 07:00 Uhr Eucharistiefeier
  • 11:50 Uhr Sext (Mittagsgebet) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Uhr Vesper (Abendlob) in der Beichtkapelle

Dienstag

  • 07:00 Uhr Laudes (Morgenlob) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Uhr Vesper (Abendlob) und Eucharistiefeier

Donnerstag

  • 17:45 Uhr Eucharistische Anbetung und Gebet um geistliche Berufe in der Beichtkapelle
  • 18:15 Uhr Vesper (Abendlob) in der Beichtkapelle

An jedem ersten Freitag im Monat wird der Kreuzweg vom Frauenberg auf den Kalvarienberg gebetet, in der Winterzeit um 15:00 Uhr, in der Sommerzeit um 17:00 Uhr.

Beicht- und Gesprächsseelsorge

Entlang des Kreuzganges gelangt der Besucher in den Gäste- und Konventsbau.
Entlang des Kreuzganges gelangt der Besucher in den Gäste- und Konventsbau.

Werktags von 09:00 bis 11:30 Uhr
und von 15:00 bis 17:30 Uhr
(außer am Mittwochnachmittag)

Geschichte

Aus der Geschichte des Klosters Frauenberg

Der heilige Bonifatius zog sich um 750 nach seinen Missionsreisen gern auf den Frauenberg zurück und ließ hier eine kleine Kapelle bauen. Abt Ratgar errichtete kurz nach 800 auf dem Berg Kirche und Kloster und weihte sie 809 der Mutter Gottes. Im Gedenken an Bonifatius hieß der Berg bis ins 13. Jahrhundert Bischofsberg und erhielt danach erst den Namen „Berg Unserer Lieben Frau“, im Volksmund „Frauenberg“.
Schon elf Jahre nach dem Tod des heiligen Franziskus kamen die Franziskaner 1237 nach Fulda, bauten 1246 mitten in der Stadt Kirche und Kloster und lebten hier über 300 Jahre. In der Reformationszeit verließen die „Barfüßer“, wie sie volkstümlich hießen, um 1550 ihr Kloster.

Während des Dreißigjährigen Krieges rief der Fürstabt der Fuldaer Benediktinerabtei 1620 die Franziskaner nach Fulda zurück, aber nicht in ihr früheres Kloster – dort wirkten sich zwischenzeitlich die Jesuiten -, sondern an der Severikirche. 1623 zogen die Brüder auf den Frauenberg um.
Der heutige Frauenberg entstand in den Jahren nach dem Brand von 1757, dem Kirche und Kloster zum Opfer fielen. Der Wiederaufbau fiel in die schlimme Zeit des Siebenjährigen Krieges. So konnte das Hochstift als eigentlicher Bauherr nur das Bauholz beisteuern. Glücklicherweise kamen mit dem Baumeister, den Künstlern und Handwerkern fast alle Fachleute aus den Reihen der Franziskaner.

In den vergangenen Jahren fanden umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen statt. Durch seine gute Erreichbarkeit aus ganz Deutschland ist der Frauenberg in Fulda heute ein beliebtes Tagungskloster. Für Provinzkommissionen, Besprechungen, Feiern und Jubiläen wird der Frauenberg mit seinen großen Räumen und vielen Zimmern gerne genutzt. Betrieben wird das Gästehaus ab Anfang 2017 als Tagungshaus durch antonius – netzwerk mensch.

Die hier lebenden Brüder finden ihre Arbeit in der Seelsorge, in handwerklichen Berufen, als Krankenhausseelsorger, in der Exerzitienarbeit und Erwachsenenbildung und in der Begleitung der Franziskanischen Gemeinschaft. Ferner bietet der Frauenberg die Möglichkeit zum „Kloster auf Zeit“.

Die Kirche auf dem Frauenberg wird von vielen Betern und Gottesdienstbesuchern aufgesucht. Zu den Schwerpunkten unserer Arbeit auf dem Frauenberg zählt die Beicht- und Gesprächsseelsorge, ein wichtiger Dienst für die gesamte Region. Einige Tausend Menschen finden jährlich den Weg hierher, um das Sakrament der Versöhnung zu empfangen und/oder im Gespräch Rat und Hilfe für den eigenen Glaubens- und Lebensweg zu suchen. Daraus ergibt sich bisweilen die geistliche Begleitung für eine kurze oder längere Zeit.

Aktuelles

  • Ab Mitte Januar 2017 lebt und arbeitet die Gruppe „Franziskus Wohnen“ im Kloster Frauenberg. Die Zusammenarbeit wird am 2. Februar 2017 mit einem Gottesdienst in der Kirche und anschließender Begegnung im Kreuzgang und im Refektor des Klosters offizielle eröffnet.
  • Geschäftsführer des Projektes von Frauenberg ist Herr Michael Becker, seine Stellvertreterin Frau Rosemarie Müller.

Kontakt

Kontakt & Anfahrt

Im Sommer erblüht der Garten in einer Fülle an Blumen und Stauden, die auch für die Ausschmückung der Kirche und des Hauses verwendet werden.
Im Sommer erblüht der Garten in einer Fülle an Blumen und Stauden, die auch für die Ausschmückung der Kirche und des Hauses verwendet werden.

Franziskanerkloster

Kloster Frauenberg
Am Frauenberg 1
36039 Fulda

Tel.: 0661 / 10 95-0
Fax: 0661 / 10 95-18

eMail: fulda@franziskaner.de
Web: www.kloster-frauenberg.de

Gästehaus / Tagungshaus

Am Frauenberg 1
36039 Fulda

Tel.: 0661 / 10 95-45

Herr Münker:

Tel.: 0661 / 10 95-217
Fax: 0661 / 10 95-216

e-Mail: gaestehaus@kloster-frauenberg.de

Web: www.kloster-frauenberg.de

Web: www.antonius-fulda.de

Anfahrt – so erreichen Sie uns

Mit der Bahn: Fulda ist ICE-Bahnhof.

Der Frauenberg liegt ca. 1,5 km vom Bahnhof entfernt.Mit einem kleinen Spaziergang ist das Franziskanerkloster Frauenberg in 20 Minuten zu erreichen.

Mit dem Auto:
Anfahrt aus Richtung Kassel oder Würzburg

A7, Ausfahrt „Fulda Nord“,
dann auf der B27 Richtung Stadtmitte,
weiter in die Leipziger Straße,
nach der Bahnunterführung die zweite Straße (Adalbertstraße; siehe Hinweis Kloster Frauenberg) rechts abbiegen, dann geradeaus den Berg hoch bis zum Kloster.

Anfahrt aus Richtung Frankfurt

B40, B27, Leipziger Straße, Richtung Stadtmitte.
nach der Bahnunterführung die zweite Straße (Adalbertstraße; siehe Hinweis Kloster Frauenberg) rechts abbiegen, dann geradeaus den Berg hoch bis zum Kloster.