18.05.2021 INFAG / Pressemitteilung / Würzburg,

INFAG Presseerklärung zum Konflikt im Nahen Osten

INFAG-Stellungnahme zur Eskalation der Gewalt in Israel und Palästina

Ihrem Leitspruch „pax et bonum – Frieden und Gutes“ verpflichtet, sind die Mitglieder der Franziskanischen (Ordens)Gemeinschaften erschüttert über die militärischen Auseinandersetzungen in Israel und Palästina. Wir trauern besonders um die wachsende Zahl der zivilen Opfer auf beiden Seiten, darunter auch viele Kinder.

Wir fordern beide Konfliktparteien auf, die Waffen schweigen zu lassen, die Gewalt sofort zu beenden und die Menschenrechte zu achten. Ein dauerhafter Friede beruht auf Gerechtigkeit, der die berechtigten Interessen von Autonomie und Sicherheit beider Seiten berücksichtigt. Beide Konfliktparteien sind Täter und Opfer zugleich. Ein ernsthafter Versuch, ein friedliches und gutes Zusammenleben aller in Israel und Palästina lebenden Menschen zu erreichen, muss die Traumata aller Beteiligten und ihre Wirkmächtigkeit mit einbeziehen. Einseitige Polarisierungen, Diffamierungen und Schuldzuschreibungen vertiefen die Gräben, tragen aber nicht zu einer Lösung bei.

Mit großer Sorge sehen wir die antijüdischen Aktionen hier in Deutschland. Kritik am Handeln des Staates Israel rechtfertigt in keiner Weise ein gewaltsames Vorgehen gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und ihre Einrichtungen. Wir verurteilen die Angriffe auf Synagogen und den zunehmenden Antisemitismus auf das Schärfste.


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