15.04.2016 Bericht von Dr. Thomas M. Schimmel

„Der Herr gebe dir den Frieden“ – Interreligiöses Gespräch

25 Jahre Suppenküche in Berlin Pankow

Vertreter der Religionen beim interreligiösen Gespräch: Br. Andreas Brands, Franziskaner, Dr. Thomas M. Schimmel Peter Amsler (Bahai), Pfr. Ruth Misselwitz (Christin), Rabbiner Jonah Sievers (Jude), Haladhara d. Thaler (Hindu), Tenzin Peljor (buddhistischer Mönch), Mahmoud Hawa (Muslim), Helmut Beissner (Suppenküche).
Vertreter der Religionen beim interreligiösen Gespräch: Br. Andreas Brands, Franziskaner, Dr. Thomas M. Schimmel Peter Amsler (Bahai), Pfr. Ruth Misselwitz (Christin), Rabbiner Jonah Sievers (Jude), Haladhara d. Thaler (Hindu), Tenzin Peljor (buddhistischer Mönch), Mahmoud Hawa (Muslim), Helmut Beissner (Suppenküche).

„Der Herr gebe dir Frieden“ war das Thema eines interreligiösen Gespräches, an dem Vertreter/innen aller Weltreligionen teilnahmen. Das Gespräch fand im Rahmen der Veranstaltungen zum 25-jährigen Jubiläum der Suppenküche der Franziskaner am 14 April 2016 statt. Über 50 Menschen kamen,um die Gelegenheit zu nutzen, mit einem Muslim, einer Christin, einem Juden, einem Hindu, einem Bahai und einem Buddhisten zu sprechen.

Das interreligiöse Gespräch wurde in Form eines Open-Space organisiert: Zuerst umrissen die Religionsvertreter kurz die unterschiedlichen Aspekte und typischen Verhaltensmuster in ihren eigenen Religionen und Spiritualitäten. Anschließend standen sie an Stehtischen den Gästen zum Gespräch zur Verfügung. Die Gäste konnten frei wählen, zu welchem Tisch sie gehen und den Tisch während des Gespräches auch wechseln. An den Tischen wurden Fragen gestellt, Gespräche geführt und z.T. Haltungen auch kontrovers diskutiert. Die Gäste erfuhren viel Neues und Überraschendes. Abschließend wurden die Themen der Tische kurz referiert und die Religionsvertreter gaben kurze Statements zum Gesprächsverlauf ab.

Einige Gäste waren skeptisch, ob das Thema des Abends nicht zu unspezifisch und das Gesprächsformat nicht zu kompliziert sei. Am Ende waren aber alle sehr zufrieden, dass es Gelegenheit gab, sich selbst einzubringen und persönlich mit Gläubigen der Religionen zu sprechen. Deutlich wurde, dass die Religionen unterschiedliche Zugangsarten zum Thema Frieden haben und auch unterschiedlich mit Konflikten und Unfrieden umgehen. Einig war man sich, dass Religionen immer das Ziel haben, den inneren und den äußeren Frieden zu schaffen. Ungerechtigkeit und Gewalt widersprächen den Schriften und der Intention von Religion – auch wenn die Realität oft den Anschein des Gegenteils hätte.


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