20.09.2019

Matthias hat sich aufgemacht, um Franziskaner zu werden.

Postulatsbeginn in Berlin-Pankow

In Berlin Pankow hat ein neuer Postulatskurs begonnen. Matthias Borchardt aus Potsdam ist am 16. September eingezogen um ein Jahr lang bei den Brüdern mitzuleben. Er wird dabei von Bruder Gregor Wagner begleitet, und kann die Franziskaner von innen her kennenlernen und für sich wichtige Fragen klären: Funktioniert für mich ein Leben in einer Gemeinschaft? Wie empfinde ich die regelmäßigen täglichen Gebetszeiten? Ist die Franziskanische Spiritualität und Lebensart etwas, das auch mich tragen wird? Und was machen die Franziskaner eigentlich so den ganzen Tag?

Matthias erzählt in eigenen Worten, was ihn hierher gebracht hat …

Matthias Borchardt (34) hat sich aufgemacht, um Franziskaner zu werden. Bild privat

„Hallo, ich bin Matthias, 34 Jahre, studierter Kommunikationsdesigner und wage den Aufbruch ins neue Leben. Was mich hier nach Berlin-Pankow zu den Brüdern gebracht hat, ist vor allem auszuprobieren in einer Gemeinschaft zu leben, die Gott und den Menschen als zentralen Mittelpunkt für sich erkennt.

In den letzten Jahren, suchte ich immer mehr den Wandel in meinem Leben. Abgeschlossenes Studium, geregelter Arbeitsalltag, und das tägliche Streben nach Beständigkeit war für mich zur Komfortzone geworden. – war das schon alles? Gibt es nicht etwas hinter diesem Leben; etwas verborgenes, wo mir die Sinnhaftigkeit näher erschlossen werden darf?

Mit dieser Frage besuchte ich in meiner Urlaubszeit regelmäßig die Franziskaner auf dem Frauenberg in Fulda. In der stillen Zeit, im Gebet und in der Mitarbeit im Konvent, entdeckte ich den inneren Wunsch auch selber in franziskanischer Gemeinschaft unter Brüdern zu leben. Dies nahm von Besuch zu Besuch immer mehr Form an und ich entschloss mich für das Postulat der Deutschen Franziskanerprovinz zu bewerben.

Bei meiner Suche nach Gott merke ich, dass ich immer mehr den Menschen begegne und in diesem Zusammenkommen der innere Mensch sich aufs Neue verwandelt. Anfang 2019 begann ich bei „Antonius – Netzwerk Mensch“, dem Kooperationspartner der Franziskaner in Fulda, ein soziales Praktikum mit dem Schwerpunkt Heilerziehungspflege. Ich begleitete Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag und betreute eine erwachsene Wohngruppe bei der Pflege und der Versorgung.

Seit diesem September darf ich nun das Ordensleben intensiver kennenlernen und neue Begegnungen wagen. Mein Ziel für das Postulat, ist das Beobachten, Hinhören und sich einbringen in die Gemeinschaft. Ich freue mich die Möglichkeit bekommen zu haben unter Brüdern zu leben und bin sehr Dankbar dafür.“


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