21.11.2017 Presseerklärung Zentralrat der Juden in Deutschland

Mitzvah Day in der Suppenküche der Franziskaner in Berlin-Pankow

Mitglieder vom Zentralrat der Juden helfen in der Suppenküche der Franziskaner

Der Geschäftsführer des Zentralrates der Juden in Berlin, Herr Botmann, und Erzbischof Heiner Koch beim Austeilen der Suppe.
Bild von Suppenküche Berlin-Pankow.

Mitarbeiter des Zentralrats der Juden waren am Sonntag 19. November 2017 im Franziskaner Kloster in Berlin-Pankow aktiv und halfen in der Suppenküche aus. Nach der Aktion sagte Geschäftsführer Daniel Botmann: „Mit ihrer Suppenküche helfen die Franziskaner unbürokratisch und sehr wirkungsvoll wirklich bedürftigen Menschen. Das Gebot, Menschen in Not zu helfen, haben Juden und Christen gemein. Mit unserer interreligiösen Aktion am Mitzvah Day möchten wir auch anderen Mut machen, sich sozial zu engagieren.“

Bruder Andreas Brands vom Franziskaner Kloster ergänzte: „Ich freue mich sehr, dass an diesem Sonntag der Mitzvah Day von unseren jüdischen Freunden in unserer Suppenküche mitgestaltet und unterstützt wurde. In einer Zeit, in der wir das Miteinander als einzig zukunftsweisende Haltung und Aktion verstehen, ist es ein Zeichen gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung.“

Zu der Essensausgabe in Pankow kam noch ein weiterer Gast überraschend dazu: Erzbischof Heiner Koch.

Auf hebräischen bedeutet „Mitzvah“ im übertragenen Sinn „gute Tat“. An diesem Tag des Ehrenamts stellen jährlich am 19. November, jüdische Bürger ihre persönliche Zeit für Bedürftige, Kranke und Obdachlose zur Verfügung oder setzen sich für die Umwelt ein. Dabei gibt es auch zahlreiche interreligiöse Projekte.

Dazu erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „Im Internet werden Hass und Hetze verbreitet auf Plattformen, die als soziale Medien bezeichnet werden. Wir haben am jüdischen Tag des Ehrenamts echtes soziales Handeln dagegen gesetzt: Mitmenschlichkeit und Solidarität statt Ausgrenzung und Abwertung. All die Menschen in unserem Land, egal welcher Religion, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen, verdienen mehr Wertschätzung, auch durch die Politik. Heute danke ich allen Beteiligten des Mitzvah Days 2017.“

Der Zentralrat der Juden koordiniert den bundesweiten Mitzvah Day seit fünf Jahren und unterstützt die Gemeinden in der Vorbereitung ihrer Projekte.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.mitzvah-day.de.


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