Eine Buchempfehlung der Brüder Hermann Schalück, Andreas Müller, Udo Schmälzle, Jürgen Neitzert und Peter Fobes.

Nachhaltig wirtschaften – gerecht teilen

Ökonomie aus franziskanischer Sicht

Bruder Stefan Federbusch: Nachhaltig wirtschaften - gerecht teilen.
Bruder Stefan Federbusch: Nachhaltig wirtschaften – gerecht teilen.

Diese Wirtschaft tötet mit seiner provokanten Feststellung bringt es Papst Franziskus auf den Punkt. Da mittlerweile alle Bereiche unseres Lebens ökonomischen Interessen unterliegen, ist es angebracht, sich mit diesem System kritisch auseinanderzusetzen.

Stefan Federbusch tut dies aus franziskanischer Perspektive. Er zeigt auf, dass die kapitalistischen Leitmotive in krassem Widerspruch zur biblischen Botschaft stehen. Und er zeigt, dass und wie ein an dieser Botschaft orientierter Bewussteinswandel Grundlagen dafür schafft, um zu einer postkapitalistischen solidarischen Wirtschaft zu gelangen. Die dazu benannten Bausteine, wie z.B. ethische Geldanlagen, ein ökologisches Steuersystem, das Teilen von Ressourcen, sind erste Schritte im Sinne eines Experimentierens und Ausprobierens. Erste Schritte, um aus einem System des Todes auszusteigen und ein alternatives System des Lebens zu gestalten.

„Von Wirtschaft habe ich keine Ahnung“, lautet der häufige Einwand, wenn es um ein Urteil zu unserer derzeitigen Wirtschaftsform geht. In der Tat : Ökonomie ist ein komplexes Gebilde. Sie ist Teil des Systems Kapitalismus. Jede und jeder profitiert in unterschiedlichem Maße von seinen Vorzügen und leidet unter seinen negativen Folgen. Da mittlerweile alle Bereiche unseres Lebens ökonomischen Interessen unterliegen, ist es angebracht, sich mit diesem System kritisch auseinanderzusetzen. „Diese Wirtschaft tötet“, so hat es Papst Franziskus auf den Punkt gebracht. Einem System, das Tote produziert, kann ich nicht gleichgültig gegenüberstehen. Auch als Nichtfachmann bzw. Nichtfachfrau bin ich herausgefordert, mich kritisch mit seinen Auswirkungen auseinanderzusetzen.

Der vorliegende Band beleuchtet das System Kapitalismus aus christlich-franziskanischer Perspektive. Als Christ habe ich biblische Leitmotive, die sich aus den prophetischen Mahnungen und jesuanischen Weisungen ergeben. Sie zeigen auf, dass die kapitalistischen Leitmotive in krassem Widerspruch zur göttlichen Botschaft stehen. Als Kirchen und Ordensgemeinschaften sind wir in das kapitalistische Wirtschaftssystem verstrickt und tragen es zu großen Teilen mit. Es geht um einen Bewusstseinswandel in unserem Fühlen, Denken und Handeln, der sich an der biblischen Botschaft orientiert. Erst eine Umkehr, ein anderes Denken im Sinne eines solchen Bewusstseinswandels ermöglicht die Sensibilität, aus einem solchen System des Todes auszusteigen und ein alternatives System des Lebens zu gestalten. Wie dieses konkret aussieht, lässt sich bisher nur erahnen. Es bedarf erster Schritte im Sinne eines Experimentierens und Ausprobierens – hin zu einer solidarischen Ökonomie, die in Gerechtigkeit dem Leben aller dient.

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 100 Seiten
  • Verlag: Echter; Auflage: 1 (31. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3429037824
  • ISBN-13: 978-3429037826
  • Preis: 9.90.- €

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