04.07.2018

Pater Alban Mai verstorben

Am 2. Juli 2018 rief der barmherzige Gott unseren Mitbruder Pater Alban Mai in sein Reich des Friedens

Pater Alban Mai * 30.07.1934 in Schillingen
† 02.07.2018 im Altenpflegezentrum St. Klara in Hermeskeil

Am Montag, den 2. Juli 2018 verstarb in Hermeskeil Pater Alban Mai. Geboren am 30. Juli 1934 in Schillingen bei Hermeskeil, erhielt er den Taufnamen Rudolf. Er war das siebte Kind seiner Familie. Nach der Volksschule lernte er das Bäckerhandwerk. Die Sorge um Leben und Nahrung der Menschen prägte ihn. Da er sich um das geistliche Leben der Menschen kümmern wollte, strebte er das Priestertum an. Er machte das Abitur nach und trat am 20. Oktober 1958 in die damalige Kölnische Franziskanerprovinz von den Heiligen Drei Königen ein. Sein Studium machte er an der damaligen Ordenshochschule der Franziskaner in Mönchengladbach. Am 2. Dezember 1962 legte er die ewigen Gelübde ab und wurde am 10. April 1965 zum Priester geweiht.

Um bessere Lebensumstände der Menschen bemüht, war schon bald nach der Priesterweihe sein Ziel die Mission seiner deutschen Franziskanerprovinz auf der Insel Taiwan (Formosa), östlich von China gelegen. Er ging im Juli 1966 in diese Mission und wirkte dort über 40 Jahre lang. Die Sprache von Taiwan erlernte er sogleich, gerade auch, um sich der Evangelisierung zu widmen und sich um die Nöte der Armen zu kümmern, so im Hauptort der Mission in Hsing Ying im Südwesten Taiwans. Die Franziskaner waren die ersten in dieser Gegend.

Der Aufbau der Mission war stark sein Werk. Er ließ Kirchen und Schulen bauen und lud Ordensschwestern in die Mission zur Mitwirkung ein. Zugleich war er Pfarrer in Yenshui. So gründete er den karitativen Verein „Ciai Wensbeng“. Er erhielt auch manche Spendengelder aus Deutschland. Ihm wurden zahlreiche Ehrungen zuteil, auch von der taiwanesischen Regierung.

Alban war längere Zeit Regionaloberer dieser Mission auf Taiwan. Angesichts eines guten einheimischen Nachwuchses, war es sein wichtiger Beitrag, dass die Mission eine selbständige Ordensgemeinschaft von Einheimischen wurde. Es war eine gemischte Gruppe von deutschen und taiwanesischen Franziskanern geworden; alle beteten auf Chinesisch. Hinzugekommen sind Klarissen von den Philippinen. Von Anfang an trugen die Wilkingheger Franziskanerinnen die Gründung der Mission mit. Pater Alban hatte stets einen aufbauenden und integrierenden Einsatz, gerade angesichts eines Landes mit kräftigem wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Aufschwung. In diesem Prozess des Aufbaus und der Verselbständigung der Mission war Pater Alban stets auf das Zusammenwirken aller Missionare bedacht. Er selbst wurde Mitglied und Definitor dieser Provinz.

Im Jahre 2013, am 14. August, kehrte Pater Alban aus Taiwan ins Franziskanerkloster Hermeskeil zurück, schon mit beginnender Demenz-Erkrankung. Schließlich kam er im Hochwald-Altenpflegezentrum St. Klara in Hermeskeil unter. Eine taiwanesische Begleiterin war mitgekommen und sorgte für ihn. Da er vor einiger Zeit einen Oberschenkelhalsbruch erlitten hatte, verschlechterte sich sein Zustand, sodass er am 2. Juli 2018 verstarb; ganz ruhig eingeschlafen.

„Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst!
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen!
Du bist mein!“

(Aus dem Stundengebet des Sterbetages.)

Für Pater Alban Mai wird am Dienstag, dem 10. Juli 2018, um 12:00 Uhr in der Klosterkirche zu Vossenack die heilige Messe gefeiert, und anschließend ist die Beerdigung auf der Grabstätte der Franziskaner im Gemeindefriedhof Vossenack.


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