14.08.2016

Pater Hansjörg Gremmelspacher † verstorben

Der gütige Gott rief am 13. August 2016 den Franziskaner Pater Hansjörg Gremmelspacher zu sich in sein Reich des Lichtes und des Friedens

Im Gedenken
Im Gedenken

Hansjörg kam am 8. Dezember 1935 als erster von zwei Söhnen des Kaufmanns Johann Gremmelspacher und seiner Ehefrau Berta, geb. Ritter, in Freiburg im Breisgau zur Welt. Dort legte im Frühjahr 1956 die Reifeprüfung im altsprachlichen Berthold-Gymnasium ab und begann eine Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen Gemeinde- und Kreisverwaltungsdienst bei der Stadt Freiburg. Nach Ablegung der Prüfungen 1959 wurde er vom Sozial- zum Ausgleichsamt versetzt und 1963 ins Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen. Aus dem anfänglichen „Stadtinspektorenanwärter“ wurde nach und nach der „Stadtoberamtmann“ Hansjörg Gremmelspacher.

Trotz dieser gesicherten Karriere kündigte er im 45. Lebensjahr das Beamtenverhältnis auf, verzichtete auf alles – ein für ihn unglaublich mutiger und einschneidender Schritt – und begann im September 1980 das Noviziat im Franziskanerkloster Frauenberg in Fulda. Ein Jahr später nahm er an der Universität Freiburg das Theologiestudium auf. Nach erfolgreichem Diplomabschluss wurde er am 15. Mai 1988 von Erzbischof Dr. Oskar Saier im Freiburger Münster zum Priester geweiht. Von 1988 bis 19595 übernahm Hansjörg den Dienst des „Umgebungs- und Beicht-Seelsorgers“ in Wangen und von 1995 bis 2000 im Freiburger Kloster.

Es folgten vier Jahre als Schwesternseelsorger in Thuine, bis er 2004 mit demselben Auftrag zu den Franziskanerinnen nach Sießen wechselte. Im täglichen Gottesdienst, in Gesprächen und durch das Beichtsakrament, in Besuchen und Ermunterungen für kranke und alte Schwestern war er da – treu und zuvorkommend, bescheiden und höflich. Höflich und rücksichtsvoll in einer Art, die einzigartig war, das Charakteristikum seiner Persönlichkeit!

Die letzten Wochen und Monate war er gezeichnet von seiner Krebserkrankung und er empfand tiefe Dankbarkeit, dass er aus seinem Zimmer im Haus St. Franziskus in den Pflegebereich des Hauses St. Klara umziehen konnte und dort liebevolle Pflege empfing, getragen von ganz viel Verbundenheit und Wohlwollen der Schwestern. Hansjörg war auf den Übergang ins ewige Leben vorbereitet, er wartete zuletzt sogar sehnsüchtig darauf: „Die Fahrkarte haben wir ja schon“, sagte er lächelnd vor zwei Tagen, und: „Der Weg ist schwer, aber das Ziel ist schön.“

Er empfing Bruder Tod ruhig und versöhnt in den frühen Morgenstunden des 13. August, im Beisein „seiner“ Schwestern… Und sein häufigstes Stoßgebet „Herr, gib Kraft!“ fand so auch hier Erhörung.

 

Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!
2 Kor 5,20 (Primizspruch von Pater Hansjörg)

Den Auferstehungsgottesdienst für feiern wir am Mittwoch, dem 17.08.2016, um 10. 30 Uhr im Kloster Sießen, 88348 Bad Saulgau. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Klosterfriedhof Sießen.


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