18.03.2022

Provinzkapitel der Franziskaner

Franziskaner beim Provinzkapitel. Bild von Bruder Igor Hollmann

Erstmals nach drei Jahren trafen sich die Brüder der Deutschen Franziskanerprovinz wieder zum gemeinsamen Kapitel. Das Kapitel setzt sich zusammen aus der Leitung des Ordens und der Klöster in Deutschland, sowie einer gleichen Anzahl an gewählten Brüdern. Neben diesen 60 stimmberechtigten Kapitularen waren aber auch weitere Brüder beim offenen ersten Teil des Kapitels willkommen.

Zu Beginn fasste Provinzialminister Cornelius Bohl die Situation des Ordens und die Entwicklung der Provinz in den letzten Jahren zusammen. Nach der Aussprache zum Provinzialsbericht und den weiteren Berichten aus den Häusern und Werken stellte Pater Thomas Hraschnik seine Eindrücke aus der Visitation vor. Der Österreicher war als Generalvisitator in den letzten Monaten durch Deutschland gereist und hatte sämtliche Franziskanerklöster und Brüder der Deutschen Provinz besucht und mit jedem einzelnen gesprochen. Die Franziskaner in Deutschland sind mitten in einem Konsolidierungsprozess. Durch die abnehmende Zahl der aktiven Brüder können viele Klöster und Aufgaben nicht mehr gehalten werden.

Thema des Kapitels war auch die interfranziskanische Zusammenarbeit. Pater Andreas Murk, der Provinzialminister der Deutschen Franziskaner-Minoriten, Bruder Helmut Rakowski, der Provinzialvikar der Kapuziner in Deutschland, und Pater Fritz Wenigwieser, der Provinzialminister der Österreichischen Franziskanerprovinz waren zum Austausch gekommen. Zusammen mit Schwester Friederike Müller, Franziskanerin aus Dillingen, stand bei einem Bibliolog das gemeinsame Arbeiten mit der heiligen Schrift auf dem Programm.

Der zweite Teil des Kapitels wird im Juni in Ohrbeck stattfinden, dann steht die Wahl der neuen Provinzleitung an.

 

Gebet in der Kapelle des Diözesanhauses in Vierzehnheiligen. Bild von Bruder Igor Hollmann

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