Rezepte aus der Klosterküche – Italienischer Traum

Bruder Rangel kocht

Franziskus schätzte das Mandelgebäck von „Mutter Jacoba“. In seiner kulinarischen Kreation hat Bruder Rangel sich von diesem Gebäck inspirieren lassen.
Bild von Deutsche Franziskanerprovinz.

Als Nachtisch für das Franziskusfest am 4. Oktober empfiehlt Bruder Rangel den italienischen Traum. Aus den Legenden des heiligen Franziskus wissen wir, dass er Mandelplätzchen geliebt hat. „Bruder Jakoba“, eine römische Adlige, mit der Bruder Franziskus befreundet war, hatte ihm die Süßigkeit noch ans Sterbebett gebracht. Bruder Rangel hat nun Mandelplätzchen mit Mandellikör und feiner italienischer Mascarponecreme kombiniert. Pfirsichhälften, als Symbol für „Schwester Sonne“, runden das italienische Traum-Dessert ab. Achtung: Kalorienbombe mit Alkohol! Aber an einem Hochfest darf das ja auch mal sein.

Zutaten für vier Personen

  • 1 Päckchen Cantuccini (florentinische Mandelplätzchen)
  • 200 ml Amaretto (Mandellikör)
  • 8 eingelegte Pfirsichhälften
  • 500 g Mascarpone (Frischkäse nach italienischer Art)
  • 200 ml Sahne
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen (8 g) Vanillezucker
  • Zimt
  • Mandelblättchen
  • Geraspelte Schokolade

Zubereitung

Die Cantuccini in eine flache Schüssel legen, mit Amaretto tränken und etwa fünf Minuten ziehen lassen. Mascarpone, Sahne, Zucker und Vanillezucker zusammen in einer Schüssel mit einem Mixer einige Minuten rühren, bis die Masse cremig ist. Nun in Schälchen portionieren: Dazu die getränkten Cantuccini abwechselnd mit einem halben Pfirsich und der Creme schichten. Das Ganze noch einmal wiederholen (zwei Lagen). Zuletzt den restlichen Likör auf die Schälchen verteilen, sanft mit Zimt bestäuben und mit Schokoladenraspeln dekorieren. Anschließend zwei Stunden kühl stellen.

Bon appetit

Erstveröffentlichung: Zeitschrift Franziskaner Herbst 2015


Bruder Rangel

Bruder Rangel Geerman ist Franziskaner und kocht für seine Mitbrüder im niederländischen Megen. Das ländlich geprägte Kloster bietet das Jahr hindurch vielen franziskanisch interessierten Menschen die Möglichkeit aus dem Alltag auszusteigen und für einige Tage gemeinsam mit der Gemeinschaft zu leben, zu beten und zu arbeiten. Eine ideale Gelegenheit für Bruder Rangel, seine Brüder und seine Gäste mit allerlei phantasievollen und schmackhaften Speisen zu verwöhnen. Dabei kocht er nicht nur um die Menschen zu sättigen. Kochen ist für Bruder Rangel auch immer Spiritualität. Er verknüpft Heiligenfeste im Jahreskreis und die Gaben der Natur in der jeweiligen Jahreszeit.

Bruder Rangel wurde auf Aruba, den Niederländischen Antillen geboren. er lebt in Megen in den Niederlanden. Von Beruf ist er Krankenpfleger. Er bekocht die Brüder und die Gäste des Klosters und engagiert sich in der Jugendarbeit.


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