Rezepte aus der Klosterküche – Zwiebelsuppe

Bruder Rangel kocht

Beim Durchzug durch die Wüste Sinai erinnert sich das Volk Israel sehnsüchtig an die Zwiebeln Ägyptens.
Bild von Archiv Deutsche Franziskanerprovinz.

Als Mose das Volk Israel durch die Wüste führte, wurden die Israeliten von Gott mit himmlischem Manna ernährt. Eigentlich sollte es ihnen damit an nichts mangeln. Dennoch beklagten sie sich bitterlich und dachten wehmütig an … Zwiebeln! (Vergleiche Buch Numeri 11,5–6.) Bei aller spirituellen Sättigung, die Sie in der Fastenzeit vor Ostern vielleicht erleben, dürfen Sie gerne ganz bewusst eine kräftige Zwiebelsuppe als Verheißung auf das Gelobte Land genießen. Sie ist ein Zeugnis der Sehnsucht im Verzicht.

Zutaten für 4 Personen

  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Würfel Bouillon (klare Brühe)
  • 50 g Butter
  • 1 (200 ml) Glas Rotwein
  • 1 EL Sojasauce
  • gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden, damit sie in Ringe zerfallen. Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebelringe zugeben und unter ständigem Rühren leicht anbräunen. Die Bouillonwürfel zerreiben und mit der Sojasoße und einer kräftigen Prise Pfeffer in den Topf geben und gut mit den Zwiebeln verrühren. Nun den Wein hinzugeben und das Ganze kurz aufkochen lassen. Abschließend Wasser beigeben, umrühren und die Suppe bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel 20 Minuten ziehen lassen.

Guten Appetit!

Erstveröffentlichung: Zeitschrift Franziskaner Frühjahr 2017


Bruder Rangel

Bruder Rangel Geerman ist Franziskaner und kocht für seine Mitbrüder im niederländischen Megen. Das ländlich geprägte Kloster bietet das Jahr hindurch vielen franziskanisch interessierten Menschen die Möglichkeit aus dem Alltag auszusteigen und für einige Tage gemeinsam mit der Gemeinschaft zu leben, zu beten und zu arbeiten. Eine ideale Gelegenheit für Bruder Rangel, seine Brüder und seine Gäste mit allerlei phantasievollen und schmackhaften Speisen zu verwöhnen. Dabei kocht er nicht nur um die Menschen zu sättigen. Kochen ist für Bruder Rangel auch immer Spiritualität. Er verknüpft Heiligenfeste im Jahreskreis und die Gaben der Natur in der jeweiligen Jahreszeit.

Bruder Rangel wurde auf Aruba, den Niederländischen Antillen geboren. er lebt in Megen in den Niederlanden. Von Beruf ist er Krankenpfleger. Er bekocht die Brüder und die Gäste des Klosters und engagiert sich in der Jugendarbeit.


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