06.06.2017 Radio Vatikan

Papst Franziskus fordert Beseitigung des Waffenhandels

Gebetsanliegen von Papst Franziskus im Juni

Papst Franziskus fordert die Staaten und ihre nationalen Führer dazu auf, das Geschäft mit dem Waffenhandel zu beseitigen. Klick auf Bild führ zur Videobotschaft von Papst Franziskus auf Youtoube.

Mit unmissverständlichen Worten und eindringlichen Bildern klagt Papst Franziskus in seiner Videobotschaft im Juni die Staaten an, die mit organisiertem Waffenhandel dazu beitragen, Kriege zu unterstützen. Drastische Worte findet der Papst für die Regierungen, und ihre nationalen Führer, die den Waffenhandel im großen Stil betreiben und ihr Tun heuchlerisch mit Friedensmotiven verkleiden. „Es ist ein absurder Widerspruch, wenn man vom Frieden spricht und Friedensverhandlungen führt, gleichzeitig aber den Waffenhandel fördert oder zulässt!“

Kritisch hinterfragt der Papst, ob es wirklich sinnvolle Gründe gibt, die durch ein so rücksichtsloses Handeln das Leben tausender von Menschen preisgibt. Waffenverkauf auf dem Schwarzmarkt finanziert ungerechte Kriege und trägt dazu bei, dass die „Händler des Todes“ noch reicher werden. Diese Regime nutzen Völkerkriege um möglichst viel Profit zu erzielen, ungeachtet der Menschenwürde und Menschenrechte des Einzelnen und ganzer Völker. Papst Franziskus fordert die nationalen Führer auf, diesem Treiben endgültig ein Ende zu setzen.

Seit Januar 2016 richtet sich der Papst monatlich mit einer Videobotschaft an die Gläubigen. Darin erklärt Franziskus die jeweiligen „Gebetsanliegen des Papstes“. Das soll interessierten Gläubigen ermöglichen, gemeinsam mit dem Papst zu beten. Die Videos werden vom Internationalen Gebetsapostolat in Zusammenarbeit mit dem vatikanischen Fernsehen CTV und der Kommunikationsagentur „La Machi“ produziert.

Mehr Videobotschaften von Papst Franziskus auf www.dasvideovompapst.org


Auch die Franziskaner in Deutschland engagieren sich gegen den Waffenhandel. Sie sind Förderer der Initiative Aktion Aufschrei-Stoppt den Waffenhandel. Franciscans International, die internationale Hilfsorganisation der Franziskaner bei der UN und „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ (GFBS) haben sich zur Aufgabe gemacht, weltweit für die Menschenrechte und Menschenwürde einzutreten.


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