26.11.2020 Bruder René Walke

Vivere eröffnet Aktion: „Bring Licht nach Aleppo“

Spendenaufruf

Seit vier Jahren organisiert die franziskanische Gruppe Vivere in Zusammenarbeit mit den Franziskanern auf dem Hülfensberg und der Familienbildungsstätte auf dem Kerbschen Berg die Aktion „Bring Licht nach Aleppo“. Am 1. Adventssonntag wird sie um 10:00 Uhr im Gottesdienst auf dem Hülfensberg eröffnet. Vor und nach der Messe findet unter Coronaschutzbestimmungen ein genehmigter Spenderbasar statt. Die Kollekte und die Einkünfte des Basars sind für die Notleidenden in Syrien bestimmt.

Seit 2011 hat der Bürgerkrieg in Syrien unsägliches Leid über die Bevölkerung gebracht, ebenso die sich daraus entwickelten Folgen. Das internationale Handelsembargo verhindert jegliche Möglichkeit des Exports und behindert auch den Wiederaufbau. Arbeitsmöglichkeiten gibt es kaum noch. Die Corona-Pandemie und die weltweite Wirtschaftskrise hat die Lage dort jetzt zusätzlich verschärft.

Trotz der Unruhen und wirtschaftlichen instabilen Situation sind die Franziskaner in Syrien ansässig geblieben und sind heute noch an mehreren Orten präsent. Sie kommen allen Menschen dort zu Hilfe, unabhängig von der Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Diese Hilfe ist den Franziskanern aber nur möglich, weil sie von den Mitbrüdern weltweit Spenden erhalten, die diese wiederum für sie gesammelt haben.

Weil die Hilfe in Aleppo anfing heißt die Aktion „Bring Licht nach Aleppo“, doch in diesem Jahr sollen mit den Spendengeldern besonders 8 Witwen in Lattakia geholfen werden, die durch den Tod ihrer Ehemänner mittellos geworden sind. Mit ihrer Unterstützung soll erreicht werden, dass sie sich eine Verdienstmöglichkeit schaffen indem sie ein Kleingewerbe gründen. Begleitet wird das Projekt vom Franziskanerpater Fadi Azzar, der im Oktober den Hülfensberg besuchte und von der Situation in Syrien berichtete. Dieses Projekt ist auf Langfristigkeit angelegt. So spricht Pater Fadi ein italienisches Sprichwort: „Anstatt den Armen ein Fisch zu geben, helft ihnen besser selbst ihren Fisch zu fangen.“

Durch die Coronakrise bedingt kann die Vivere-Gruppe kaum Spenden aus Veranstaltungen gewinnen. Deshalb bitten sie um eine direkte Spende auf das Konto der Franziskaner und hoffen, dass sich viele Privatleute als auch Firmen an dieser Aktion beteiligen. € 4.500 hat Br. Fadi für diese Witwen erbeten. Sollte mehr zusammenkommen wird dieses Geld wie im letzten Jahr für das Kinder-Rehabilitationszentrum in Aleppo verwendet. Schon jetzt bedankt sich die Vivere-Gruppe im Namen der Notleidenden in Syrien für Ihre Unterstützung.

Spendenkonto

Franziskaner Hülfensberg
Bankverbindung: Kreissparkasse Eichsfeld
IBAN: DE25 8205 7070 0220 0004 09

Worum geht es in dem Projekt?

Mit Ihrer Hilfe möchten wir acht Witwen mit ihren Kindern unterstützen, die durch den Tod ihrer Ehemänner ohne Einkommen sind. Diese Frauen haben keine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, da sie oft keine Ausbildung haben und auch nicht in der Lage sind eine eigene Verdienstmöglichkeit zu schaffen. Sie leben von Hilfsgütern, ohne eine langfristige Perspektive zu haben. Dieses Projekt möchte den Witwen eine Chance geben, ihr Leben wieder auf eigene Füße zu stellen. Die Nöte der Witwen werden von Pater Fadi Azzar unabhängig von ihrer ethnischen oder religiösen Herkunft überprüft.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Den Frauen soll eine Möglichkeit gegeben werden, ein Kleingewerbe gründen zu können. Dies würde ihre Abhängigkeit von Hilfsgütern verringern und schenkt gleichzeitig den Frauen und Kindern Anerkennung und Würde, weil sie aus eigener Kraft Ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten.
Unterstützung je Witwenfamilie: € 552, gesamt acht Familien: € 4.416

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Seit 2011 hat der Bürgerkrieg in Syrien unsägliches Leid über die Bevölkerung gebracht. Die Franziskaner haben seit dem Beginn der Unruhen das Land nie verlassen und sind weiterhin unerschütterlich an vielen Orten präsent: in Latakia, Damaskus, Aleppo und in einigen Dörfern des Orontestales. Sie kommen den Menschen vor Ort zu Hilfe, insbesondere den Kindern und Frauen, ohne Ansehen der Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Nationalität. Viele Unternehmen haben geschlossen. Die Millionen von Touristen, die früher Geld ins Land brachten, kommen nicht mehr. Unsere Brüder erleben täglich die Not der Menschen dort – und wir wollen helfen! Bitte unterstützen Sie uns.


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