17.08.2020

Pater Eugen Wetzel verstorben

Am 14. August rief der gütige Gott unseren Mitbruder Eugen Wetzel in sein Friedensreich

Pater Eugen Wetzel OFM
* 16. Januar 1933 in Forchheim † 14. August 2020 in Fulda. Archivbild Deutsche Franziskanerprovinz.

Anton Michael Wetzel wurde am 16. Januar 1933 als erstes Kind des Schreiners Michael Wetzel und seiner Ehefrau Margareta, geb. Holzmann, in Forchheim (Erzdiözese Bamberg) geboren und zwei Tage später in der Pfarrkirche St. Martin getauft. In Forchheim besuchte er die Volksschule und wechselte im September 1943 auf die dortige Oberschule, die er im Juni 1952 mit der Reifeprüfung erfolgreich beendete.

Am 20. September 1952 trat er in Dietfurt in die damalige Bayerische Franziskanerprovinz ein und erhielt mit dem Ordenskleid den Ordensnamen Eugen. In München studierte er an der ordenseigenen Hochschule Philosophie und Theologie. Am 21. September 1956 legte er in die Hände von Provinzial Tharsicius Sibold die Feierliche Profess ab und wurde am 17. August 1957 durch Bischof Berthold Bühl ofm in München – St. Anna zum Diakon geweiht. Die Priesterweihe empfing er in München – St. Gabriel am 24. August 1958 durch Bischof Edgar Häring ofm.

Erste Stationen seines seelsorglichen Wirkens waren München, Ingolstadt, Berchtesgaden, Bamberg und Nürnberg. 1965 wurde er Leiter der Gebietsmission in der Erzdiözese Bamberg, dann Volksmissionar und anschließend Mitarbeiter der „action missio“ des Ludwig-Missions-Vereins in München. Ab 1967 gehörte er drei Jahre der Provinzleitung der Bavaria an. Am 1. August 1967 wurde er Pfarrer in Bamberg – St. Heinrich, eine Aufgabe, die er 21 Jahre gerne ausfüllte, im letzten Jahr auch als Dekan des Dekanats Bamberg. Für seine Verdienste in der Pfarrei ernannte ihn der Bamberger Erzbischof zum Geistlichen Rat. Mitte 1988 wechselte P. Eugen in die neue Pfarrstelle nach Gößweinstein, wo er auch für die Wallfahrt verantwortlich war, und wurde 1991 zum Dekan des Dekanats Ebermannstadt gewählt.

Als 2006 die Brüder der Breslauer Franziskanerprovinz Wallfahrt und Pfarrei in Gößweinstein übernahmen, wechselte P. Eugen nach 18 Jahren in die Wallfahrtsseelsorge auf dem Engelberg, wo er auch die Ämter des Guardians und des Hausvikars wahrnahm. Für seinen außerordentlichen Einsatz in der Seelsorge konnte er 2010 in Würzburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegennehmen.

Wegen zunehmender Pflegebedürftigkeit zog P. Eugen im Juni 2015 auf die Alten- und Krankenstation des Klosters Frauenberg in Fulda um und wechselte dann im August 2016 gemeinsam mit den anderen Brüdern der Krankenstation in die neue Seniorenkommunität im Theresienheim der Fuldaer Vinzentinerinnen. Von dort rief ihn am Vorabend des Hochfestes der Aufnahme Mariens in den Himmel, am 14. August 2020, sein Schöpfer zu sich.

Das muss unser ganzes Bestreben sein,
Gott, dem Herrn die höchste Ehre zu erweisen.

Hl. Maximilian Kolbe (Tagesheiliger des Sterbetages)

Die Eucharistie für P. Eugen feiern wir am Freitag, dem 21. August 2020, um 10:30 Uhr in der Klosterkirche auf dem Frauenberg in Fulda, anschließend ist die Beerdigung auf dem Klosterfriedhof.


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