OFS – der Dritte Orden

Ein franziskanischer Weg abseits von klösterlichen Pfaden

Gruppenbild OFS Treffen in Wiedenbrück
Gruppenbild OFS Treffen in Wiedenbrück

Seinen Ursprung hat der Ordo Franciscanus Saecularis (OFS) in den Büßerbewegungen des 13. Jahrhunderts. Gläubige, die nicht den ehelosen Gemeinschaften der Brüder oder Schwestern beitreten, aber ihr Leben streng nach dem Evangelium ausrichten wollten, baten Franziskus (1182–1226) um Anregung für ihr Leben. Mit seinem „Brief an die Gläubigen“ gab ihnen der Heilige 1221 die erhoffte Richtschnur für ein intensives christliches Leben in Familie und Arbeitswelt.

Franziskus gilt daher als Initiator des Dritten Ordens, die offizielle Anerkennung erfolgte erst 1289 durch Papst Nikolaus IV.

Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Laienbewegung, so bildeten sich aus ihr auch wieder klösterliche Gemeinschaften. Der Ordensregel schlossen sich vor allem viele im 19. Jahrhundert entstandene Schwesterngemeinschaften an, die zum Beispiel karitative Aufgaben in Kinderheimen und Krankenhäusern erfüllten. Unbenommen davon blieb der dritte Ordenszweig immer auch eine Bewegung von verheirateten, aber auch ehelos lebenden Frauen und Männern.

Eine Neubelebung erfuhr das Leben dieses weltlichen Zweiges durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965), das die Verantwortung aller Gläubigen – nicht nur der Amtsträger – für ein Glaubenszeugnis in der Welt betonte. Im deutschen Sprachraum entstand die Bezeichnung Franziskanische Gemeinschaft (FG)1. Dadurch sollte deutlich werden, dass es um gemeinschaftliches Leben im selben Geist geht, auch wenn dieses nicht am selben Ort – wie etwa in einem Kloster – stattfindet.

Die Mitglieder des OFS wirken dort, wo sie leben und arbeiten: in Ehe und Familie, am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder im ehrenamtlichen Engagement; auch Priester und Diakone der Bistümer können Mitglieder des Dritten Ordens werden; beispielsweise gehörte Papst Johannes XXIII. dazu.

Du sagst, der franziskanische Weg ist Dein Weg

Was ist für Dich so interessant an dem Gründer, Franziskus von Assisi, dass Du ihn zu Deinem Vorbild wählst?
Diese Frage kannst Du nur selbst beantworten.

Du suchst eine Gemeinschaft?

OFS Logo
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Es gibt viele Gemeinschaften, die sich auf Franz von Assisi und mit ihm auch auf Klara von Assisi berufen.
Da sind die Ersten Orden: die Franziskaner, Kapuziner und Minoriten.
Der Zweite Orden sind die Klarissen und Kapuziner-Klarissen.
Dann gibt es noch den großen Zweig des Regulierten Dritten Ordens.
Das sind Gemeinschaften, die einen eigenen Gründer, eine eigene Gründerin haben, die aber keine eigene Regel, sondern die Regel des heiligen Franziskus für ihre Gemeinschaft übernommen haben.
Diese drei Zweige sind klösterliche Gemeinschaften.

Ins Kloster gehen möchtest Du nicht?
Du suchst eine Gemeinschaft, die sich auf Franziskus gründet, aber nicht in einem Kloster zusammenlebt.

Eine Gemeinschaft,

  • die also nicht tagtäglich zusammen ist,
  • die Dir den nötigen Freiraum lässt, damit Du da, wo Du lebst, Dein Leben aus dem Glauben gestalten kannst,
  • wo Du mit Gleichgesinnten eine Richtung gehst, Deinen Beruf ausüben kannst, ohne die Arbeitsstelle zu wechseln oder gar aufgeben zu müssen,
  • die sich regelmäßig trifft, wo Du aber für Dein Gebetsleben / für Dein spirituelles Leben überwiegend eigenverantwortlich bist, das heißt, das Du es so gestalten kannst, wie Du es willst und kannst.

Es gibt eine solche Gemeinschaft; sie heißt: „Ordo Franciscanus Saecularis“ und wird abgekürzt „OFS“.
Bis Juni 2012 hieß sie im deutschsprachigen Raum „Franziskanische Gemeinschaft“.
Ordo Franciscanus Saecularis ist lateinisch und bedeutet übersetzt: „Weltlicher Franziskanischer Orden“.
Das heißt aber nicht, dass die Mitglieder „verweltlicht“ sind, sondern dass sie „in der Welt“ leben, also einfach gesagt: nicht hinter Klostermauern.

Neugierig geworden?

Weitere Informationen und Kontakt
Ordo Franciscanus Saecularis (OFS) e.V.
Frau Mechthild Händler (Nationalvorsteherin Deutschland)
Schwarzmannstr. 4
36039 Fulda

eMail: info@ofs.de
Web: www.ofs.de


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