28.11.2017

Bruder Ferdinand Steppeler verstorben

Ganz unerwartet rief der gütige Gott am 26. November 2017 unseren Bruder Ferdinand Steppeler in sein Reich des Lichtes und des Friedens

Bruder Ferdinand (Johannes) Steppeler.
* 27. November 1930 † 26. November 2017

Bruder Ferdinand wurde am 27. November 1930 in der Dorfbauernschaft Delbrück als 6. Kind der Eheleute Josef Heinrich und Katharina Steppeler geboren und auf den Namen Johannes getauft. Als Jugendlicher und Heranwachsender wurde er von der Sehnsucht getrieben, sein Leben ganz Gott zu schenken. Ausschlag für seine Anfrage um Aufnahme in die Sächsische Franziskanerprovinz war auch sicherlich das Vorbild seines Onkels Pater Raphael Steppeler ofm.

Am 6. April 1959 trat er als „Spätberufener“ die Kandidatenzeit im Kloster Werl an. Am 7. September des gleichen Jahres begann die Noviziatszeit, die er am 8. September 1960 mit der Ablegung der einfachen Profess abschloss. Er verblieb noch bis 1961 im Kloster Werl und arbeitete dort als Gärtner. Mit der Versetzung ins Kolleg St. Ludwig/Vlodrop in die Niederlande begann seine große Zeit. Dort konnte er wieder in seinem erlernten Beruf als Landwirt arbeiten. Am 11. September 1966 legte er dort die Ewige Profess ab.

Als 1979 das Kolleg aufgegeben wurde, kam er als Gärtner in das Kloster Osnabrück. Dort kümmerte er sich neben dem Garten auch gerne um die Männer, die zur Pforte kamen, die „Kumpels“, wie er sie liebevoll nannte. 1986 führte ihn sein Weg nach Attendorn. Dort konnte er wiederum sein Wissen und Können im Garten umsetzen. Gerne erzählte er von den vielen Menschen, die ihn im Garten besuchten. Ebenso sang er im dortigen Chor mit und kannte darum auch viele der neuen geistlichen Lieder.

Im Juli 1998 kam er ins Kloster Wiedenbrück, hier fand er wiederum einen großen Garten vor. Mit Geschick, Fleiß und Fachwissen machte er diesen Garten zu einer Oase der Schönheit und lieferte jahreszeitlich reiche Ernte an die Küche. Bei allen Klosterbesichtigungen kam immer die Frage, ob denn auch der Klostergarten zu besichtigen sei. Da er sich inzwischen als Rentner betrachtete, war der Garten für ihn keine Arbeit sondern Hobby und er fühlte sich damit auch nicht an Arbeitszeiten gebunden. Der Garten war einfach seine große Leidenschaft. Hier lebte er auf und konnte spannend und lehrreich erklären. Gerne bekam er jetzt Besuch von seiner großen Verwandtschaft, die in der näheren Umgebung lebt.

Ebenso treu wie er am Gebets- und Konventsleben teilnahm, war er in der Wahl seines Urlaubszieles. Im Gartenschuppen und auch in seinem Zimmer hängen die Ehrenurkunden und Erinnerungszeichen ob seiner langjährigen Treue zum Urlaubsort St. Martin/Lofer in Österreich.

Am Christkönigsfest hat er in der 9:00 Uhr Uhr-Messe, wie immer, seinen Dienst als Kommunionhelfer verrichtet. Danach hat er noch den Tisch gedeckt und sich dann wegen Unwohlseins ins Bett gelegt, nicht ohne sich noch vom Essen abzumelden. Gegen 13:00 Uhr rief er Br. Korbinian an und klagte, dass er so schlecht Luft bekomme. Als der alarmierte Krankenwagen und der Notarzt eintrafen, fanden wir Bruder Ferdinand im Vorraum des Badezimmers liegend. Im Beisein seiner Mitbrüder gab er sein Leben Gott zurück.

Wir vertrauen darauf, dass er den Ruf Christi, den er keine fünf Stunden zuvor in der Heiligen Messe im Evangelium durch den Mund von Bruder Marcio vernahm nun aus dem Munde Christi selbst hören durfte.

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, und nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bereitet ist.“ Evangelium vom Christkönigsonntag

Das Requiem für Bruder Ferdinand feiern wir am Freitag, 01. Dezember 2017, um 14:00 Uhr in der Klosterkirche. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf der Franziskanergrabstätte im Friedhof Wiedenbrück.

Das Totengebet findet am Donnerstag, 30. November um 18:00 Uhr in der Klosterkirche statt.


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