Mitbrüder aus Österreich, der Schweiz und aus Deutschland trafen sich vom 5. bis 7. Mai im Salzburger Kapuzinerkloster zu einem Austausch der „Werkstatt Franziskanische Geschichte“ (WFF). Schwerpunkt der dreitägigen Beratungen war die in Arbeit befindliche Herausgabe von Quellenschriften zur heiligen Elisabeth.
Seit Jahren umfasst die Werkstatt Brüder aus den franziskanischen Ordenszweigen (Franziskaner, Kapuziner, Minoriten) im deutschen Sprachraum, die sich in ihrer Forschungstätigkeit mit franziskanischer Geschichte beschäftigen. Die Treffen dienen dem gegenseitigen Austausch und der besseren Koordination. Koordiniert wird die Werkstatt von der in Münster verorteten „Fachstelle für franziskanische Forschung“, die u. a. auch die Publikationsreihen „Werkstatt Franziskanische Forschung“ und „Wissenschaft und Weisheit“ herausgibt.
Bei ihrem Treffen im Salzburger Kapuzinerkloster erörterten die Brüder die Herausgabe eines Sammelbandes zu Quellschriften der heiligen Elisabeth. Nach den „Franziskus-Quellen“ (2009) und den „Klara-Quellen“ (2012) sollen Leben und Werk der dritten große Persönlichkeit – Elisabeth von Thüringen – aus der Gründungszeit der franziskanischen Bewegungen eine wissenschaftliche Grundlage erhalten. Der Elisabeth-Band soll im Herbst 2023 erscheinen.
Verschiedene Projekte
Abgesehen davon stellten einige Brüder ihre laufenden Wissenschaftsprojekte vor: Der in Rom wirkende Franziskaner Benedikt Mertens stellte seine Studie über Auswirkungen, die der Vesuv-Ausbruch 1631 auf den Orden entfaltet hatte vor. Bruder Johannes Schlageter, Franziskaner in München, bereitet u.a. die Edition einer neu entdeckten Lebensbeschreibung der heiligen Coleta von Corbie vor. Und der Franziskaner Johannes Maria Pfister vom Konvent Näfels in der Schweiz sprach über die Rezeption der Liturgiereform bei den weiblichen franziskanischen Ordensgemeinschaften.
Zum Abschluss des Treffens besichtigten die Brüder das neu sanierte Franziskanerkloster in Salzburg.