16.02.2017

Bruder Antonius Maria (Klaus) Schütze verstorben

Am 15. Februar 2017 rief der barmherzige Vater ganz unerwartet unseren Bruder Antonius Maria Schütze in sein Reich des Friedens

Bruder Antonius Maria Schütze ofm
* 26.7.1956 in Neviges † 15.2.2017 in Düsseldorf

Klaus Maria Schütze wurde am 26. Juli 1956 in Neviges geboren als Sohn der Eheleute Hannsjosef Schütze und Gertrud, geb. Gielen, und wuchs mit fünf Geschwistern auf. Er besuchte in Neviges die Grund- und Realschule, die er 1973 mit dem Abschluss der Mittleren Reife verließ.

In Wuppertal absolvierte er eine Ausbildung zum Reisebürokaufmann, die er mit der Kaufmannsgesellenprüfung abschloss. Eine kurze Zeit arbeitete er in einem Reisebüro, dann zwanzig Jahre bei der Lufthansa AG, Düsseldorf.

1996 begann er das Postulat in der damaligen Kölnischen Franziskanerprovinz mit den Stationen Hermeskeil und Düsseldorf. Am 14. September 1997 wurde er in das Noviziat aufgenommen – es war der erste gemeinsame Noviziatskurs der damaligen vier deutschen Provinzen in Nürnberg – und erhielt auf eigenen Wunsch den Ordensnamen Antonius Maria. Durch die Feierliche Profess am 6. Juli 2002 band er sich endgültig an die Gemeinschaft der Franziskaner.

Die Zeit seines Ordenslebens war geprägt vom Einsatz im sozialen Bereich. Zunächst arbeitete er in Düsseldorf innerhalb des Klosters und in der Obdachlosenbetreuung. Von 2001 bis 2004 leitete er dort die Firminus-Klause. 2005 wechselte er nach Berlin-Pankow, um die Verantwortung für die dortige Suppenküche zu übernehmen. 2007 wurde er wieder nach Düsseldorf versetzt, wo er zunächst in der „Düsseldorfer Tafel“ mitarbeitete, bevor er 2011 erneut die Leitung der Firminus-Klause übernahm.

Eine akute Verschlechterung seiner Diabetes-Krankheit führte ihn vergangene Woche ins Krankenhaus, wo er nach einer Besserung seines Gesundheitszustands unerwartet sein Leben in die Hand Gottes zurückgab.

Bruder Antonius hat durch seine humorvolle Art und durch sein beherztes Anpacken für Menschen am Rand der Gesellschaft vielen, die ihm begegnet sind, etwas von der Nähe Gottes vermittelt. Noch in diesem Jahr wollte er mit der Firminus-Klause an den neuen Standort neben der Kirche Mariä Empfängnis umziehen. Sein plötzlicher Tod hinterlässt in unserer Provinzgemeinschaft eine schmerzvolle Lücke. Wir danken Gott für diesen Bruder und dürfen glauben, dass er nun für immer bei ihm ist.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unseren Bruder, den leiblichen Tod,
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

(Aus dem Sonnengesang des hl. Franziskus)

Die Auferstehungsfeier halten wir am Dienstag, dem 21. Februar 2017, um 13:00 Uhr im Mariendom. Anschließend erfolgt die Beerdigung auf dem katholischen Friedhof in Neviges.


5 Kommentare zu “Bruder Antonius Maria (Klaus) Schütze verstorben

  1. Guter dreieinen Gott, schenke ihm ewige Freude. Allen KRAFT TROST ZUVERSICHT – beten wir alle um gute Familien. Dadurch Ordens-u.Priester Berufungen. Und alle Berufe. N

  2. Antonius war wunderbar. Wir begannen fast zeitgleich unser Noviziat und trafen uns in den gemeinsamen Novizenwerkwochen der Bettelorden. Dann waren wir später auch noch in unseren Konventen in Düsseldorf. Ein wahrer Sohn des Heiligen Franziskus! Ein Vorbild!

  3. Ich habe davon wenige Tage später erfahren und war wirklich erschrocken! Noch Heiligabend hatte ich mit ihm die Hl. Messe in der Nacht feiern können. Ich kenne ihn schon seit Jahren (als Christ schreibe ich bewußt nicht „kannte“) und habe ihn sehr gemocht; seine Feierliche Profess mitgefeiert, im Konvent in Düsseldorf einige Monate leben dürfen…
    Möge der Herr alles Fehlerhafte von ihm nehmen und vergeben und aufnahmen in Seine Herrlichkeit!

  4. Erst vor zehn Tagen habe ich von Bruder Antonius‘ Tod erfahren – wir waren von 1969 bis 1973 in einer Realschulklasse und haben von 1973 bis 1976 im gleichen Reisebüro gelernt. Mittlerweile lebe ich seit 18 Jahren in Berlin, und ohne es zu wissen, haben wir dort in Pankow gelebt. Ich bin sehr traurig, von seinem Tod zu hören – heute würde er 61 Jahre. Mir wird er immer als fröhlicher, warmherziger Mensch in Erinnerung bleiben.

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