04.05.2021

Rezepte aus der Klosterküche – Bischofsbrot

Bruder Rangel kocht

Bischofsbrot in der österlichen Zeit erinnert an das Abendmahl Jesu und die Gemeinschaft des Brotbrechens. Bild von Zeitschrift Franziskaner.

Am Gründonnerstag gedenken wir der Einsetzung der Eucharistie. Jesus isst mit seinen Freunden zu Abend und spricht dabei die Worte, die jeder Priester bis heute in der Messfeier wiederholt. Jesus schenkt uns damit seine immerwährende Gemeinschaft (lateinisch communio, daher kommt unser deutsches Wort Kommunion). Um an das gemeinschaftsstiftende Abendmahl und das Brotbrechen Jesu zu erinnern, backt Bruder Rangel zu Ostern Bischofsbrot – süß und lecker mit getrockneten Früchten.

Zutaten

  • 4 große Eier
  • 160 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 60 g Rosinen
  • 60 g Johannisbeeren oder Kirschen (getrocknet)
  • 60 g Zitronat
  • 25 g gehackte Mandeln
  • 25 g Butter

Zubereitung

Ofen auf 125°C vorheizen. Zwei Eier trennen und deren Dotter mit den restlichen Eiern in einer Schüssel aufschlagen, den Zucker dazugeben und mit einem Mixer schaumig schlagen. Das Mehl unterheben und vorsichtig verrühren. Anschließend Johannisbeeren, Rosinen, Zitronat und die gehackten Mandeln unter leichtem Rühren zwei Minuten miteinander vermengen. Eiweiße zu Schnee schlagen und unter die Masse heben. Eine Kastenbackform (Länge ca. 25 cm) mit Butter einfetten und den Teig einfüllen. Im vorgeheizten Ofen das Brot ca. eine Stunde lang backen, bis es oben hellbraun wird. Um zu überprüfen, ob das Bischofsbrot auch im Inneren gar ist, stoßen Sie mit einem dünnen Holzspieß hinein. Er muss beim herausziehen trocken sein, der Teig darf nicht anhaften. Nehmen Sie das fertige Brot aus dem Ofen, und lassen Sie es auf einem Gitter einige Zeit abkühlen.

Guten Appetit!

Erstveröffentlichung: Zeitschrift Franziskaner Frühjahr 2021


Bruder Rangel

Bruder Rangel Geerman ist Franziskaner und kocht für seine Mitbrüder im niederländischen Megen. Das ländlich geprägte Kloster bietet das Jahr hindurch vielen franziskanisch interessierten Menschen die Möglichkeit aus dem Alltag auszusteigen und für einige Tage gemeinsam mit der Gemeinschaft zu leben, zu beten und zu arbeiten. Eine ideale Gelegenheit für Bruder Rangel, seine Brüder und seine Gäste mit allerlei phantasievollen und schmackhaften Speisen zu verwöhnen. Dabei kocht er nicht nur um die Menschen zu sättigen. Kochen ist für Bruder Rangel auch immer Spiritualität. Er verknüpft Heiligenfeste im Jahreskreis und die Gaben der Natur in der jeweiligen Jahreszeit.

Bruder Rangel wurde auf Aruba, den Niederländischen Antillen geboren. er lebt in Megen in den Niederlanden. Von Beruf ist er Krankenpfleger. Er bekocht die Brüder und die Gäste des Klosters und engagiert sich in der Jugendarbeit.


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