19.07.2021

Ehrung der Granatkapelle des seligen Engelbert Kolland

Moderne Sakralarchitektur zu Ehren eines Franziskaners bekommt Sondermarke

Die Granatkapelle zu Ehren Engelbert Kollands am Penken in den Zillertaler Alpen. Bild von Petrus Schüler.

Die Granatkapelle am Penkenjoch ist eines der markantesten und auch gewagtesten Sakralgebäude der Moderne. Ihre auffällige Silhouette in Form eines Granatedelsteines spiegelt sich im See auf dem Penkenjoch im Zillertal. Der Schweizer Architekt Mario Botta hat die moderne Kapelle, die dem seligen Engelbert Kolland gewidmet ist, entworfen.

Der Franziskaner Engelbert Kolland wurde 1827 in Ramsau im Zillertal geboren und trat in den Franziskanerorden ein. 1851 wurde er in Trient zum Priester geweiht. Im Jahre 1855 beginnt er den Dienst in der Kustodie des Heiligen Landes in der Grabeskirche in Jerusalem. Wenig später nach Damaskus in Syrien gesandt, erlitt er dort im Jahre 1860 das Martyrium. Seine Seligsprechung erfolgte 1926. Ihm zu Ehren wurde die Errichtung der Kapelle im Zillertal in Auftrag gegeben.

Die ungewöhnliche Form des modernen Gebäudes erinnert an einen geschliffenen Granat. Dieser Edelstein hat in der zillertaler Schmucktradition und ihren Trachten eine besondere Bedeutung.

Am 22. September 2013, dem Tauftag Engelbert Kollands wurde die Kapelle eingeweiht. Das Innere der Granatkapelle ist ein Pendant ihrer äußeren Erscheinung. Die Innenwände sind gradlinig bestehend aus Lärchenholz. Ein schlicht gehaltener Altar und das Portrait des seligen Engelbert, beides von dem Tiroler Künstler Markus Thurner geschaffen, bilden das Interieur des Raumes.

Motiv von Österreichische Post AG

Die Sondermarke erscheint Mitte Juli in Österreich. Sie gehört zur Briefmarkenserie „Moderne Architektur in Österreich“.

Serie: Moderne Architektur in Österreich

Nennwert: 2,75.- Euro
Ausgabetag: 16.07.2021
Markengröße: 50,00 x 31,80
Grafikentwurf: Karin Klier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offset Druck
Auflage: 240.000 Marken in Bögen zu 50 Stück


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