02.12.2019 Bruder Petrus Schüler

Im Land des Herrn, Heft 4 2019

Franziskanische Zeitschrift für das Heilige Land

Titel der Zeitschrift Im Land des Herrn 4/2019
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In den Tagen vor dem Weihnachtsfest gehen unsere Gedanken nach Betlehem, auch in diesem letzten Heft des Jahres 2019. Sie sehen schon auf der Vorderseite eine Darstellung von der Milchgrotte, die sich nur wenige Meter hinter dem Komplex der Geburtskirche befindet: dem hl. Josef erscheint im Traum ein Engel, der ihn auffordert, nach Ägypten zu ziehen, da Herodes dem Kind nach dem Leben trachtet (Mt 2,14). In den letzten Jahren hat sich sehr viel getan an den Heiligen Stätten in Betlehem: immer wieder haben wir hier berichten können von der erfolgreichen Renovierung der Geburtskirche, von Renovierungen in der Katharinenkirche und schließlich ist auch der Komplex der Milchgrotte einladend und schön gestaltet. Besonders dort finden die Pilgergruppen einen ruhigen Ort, etwas abseits der großen Besucherströme, die die Geburtskirche förmlich überströmen. In der Unterkirche der Milchgrotte ist den ganzen Tag über das Allerheiligste ausgesetzt und gibt Gelegenheit zum stillen Gebet.

Seit dem Bau der Mauer verbleiben die Pilger nur kurz in der Stadt; man besichtigt die Pilgerstätten und die Hirtenfelder und fährt wieder ab. Doch die Stadt ist mehr als das: gerade die eigentliche Altstadt mit dem Suk und dem quirligen Geschäftsleben und die vielen Kirchen der verschiedensten Konfessionen sind einen Besuch wert. An einem Sonntag im Herbst diesen Jahres war ich in Betlehem und besuchte nach der Geburtskirche auch die Syrisch-orthodoxe Kirche, wo gerade der Pfarrgottesdienst stattfand. Diese Gemeinde hat ca. 1.200 Gläubige und einigen unter Ihnen ist vielleicht ein Gemeindemitglied und ganz prominenter Sänger ein Begriff: Yacoub Shaheen, der Gewinner von „Arab Idol” (ein Musikwettbewerb in den arabischen Ländern) im Jahre 2017. Yacoub ist auch heute aktiv im Leben dieser Gemeinde und begann als „Ministrant” – ähnlich einem der Ministranten den Sie auf der Rückseite dieses Heftes sehen, wenn die Buben am Ende der hl. Messe das Brot für die Gläubigen zum Mitnehmen austeilen. Auch als „Lateiner” erkennbar, wurde ich sofort spontan und herzlich von den Kirchenbesuchern begrüßt und eingeladen, in ihre Kirche zu kommen. Und es dauert eine ganze Weile, bis man zum Pfarrer vordringen kann: nach der langen Liturgie wollen ihn viele Gläubige sprechen, haben ein Anliegen oder erbitten einen bestimmten Segen.

So vereinen die beiden Bilder einmal die heiligen Stätten und zum anderen das lebendige christliche Leben dieser Stadt – und somit auch die Aufgabe für uns Franziskaner, für die „Steine der Erinnerung” zu sorgen wie auch für die „lebendigen Steine”.

Ein großer umfassender Artikel über den Orgelbau verdanken wir dem ehemaligen Organisten der lutherischen Erlöserkirche in Jerusalem, Gunther Martin Göttsche. Es hat sich wohl noch niemand die Arbeit gemacht, dieses Thema so umfassend zu behandeln und darum sei dieser Arbeit auch der passende Platz zugestanden.

Am Ende des Heftes wird es noch einmal weihnachtlich mit einer ganz speziellen Verbindung zum Heiligen Land: ein Hotel in Südtirol birgt eine ganz besondere Krippenausstellung. Lassen Sie sich mitnehmen in das „Betlehem der Dolomiten”.

 

Themen

  • Große Tradition vor ungewisser Zukunft
    Ein Gespräch mit Pater Samuel Aghoyan über die armenisch-apostolische Kirche in Jerusalem
    Till Magnus Steiner
  • Laudes Organi
    Orgeln, Orgelbauer und Organisten im Heiligen Land
    Gunther Martin Göttsche
  • „Heiliges Land in Südtirol“ – Krippenausstellung im Hotel Mondschein Sexten
    Anton Stabinger der Krippenvater von Sexten
    P. Gottfried Egger OFM

 

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Br. Petrus Schüler OFM
Sankt-Anna-Straße 19, 80538 München

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